Die ungeschriebene Theorie der Präsenz

1. Annäherung.

Es würde darum gehen, eine Qualität menschlichen Seins zu beschreiben und als unabdingbar zu seinem Wesen gehörig auszuweisen. Der Mensch ist nicht wie ein Ding vorhanden, sondern er ist auf irgendeine Weise anwesend in seiner Welt - ja eigentlich könnte sogar umgekehrt gesagt werden, seine Welt entsteht geradezu aus seiner Anwesenheit.
Diese eigentümliche Anwesenheit ist jahrtausendelang Geist genannt worden, und zwar als menschliche Fähigkeit und Kraft, anwesend zu sein mit Willen, Gestaltungskraft und Überlegung, aber auch als unfassbare außermenschliche Anwesenheit in der Natur, in ihren Kräften - eine Anwesenheit, die der Mensch mit den Geistern teilen musste. Anwesenheit ist so deutlich erfahrbar wie das Sichtbare, ja auch im Sichtbaren, die Anwesenheit macht gerade erst das Sichtbare interessant, sodass es uns anspricht und uns etwas sagt. Ein gemaltes Stilleben öffnet dem westlichen Menschen eine Präsenz der Dinge, die dem ursprünglichen Menschen noch selbstverständlich war.
Eine flache Kinoleinwand verstrickt die Zuschauer in Leidenschaften, die von Gesichtern, Bewegungen und Worten ausgehen, und er wird berührt von eigenen und fremden Sehnsüchten und Ängsten. Die Verehrung des Darstellers, auch wenn er ohne Maske ist (ist er das je?) - ja gerade die Lust, hinter die Maske zu sehen, sucht gerade seine professionelle Fähigkeit der Präsenz, in diesem oder jenem Zusammenhang.
Vielleicht hat erst diese öffentliche Präsenz der Schauspieler die Wahrnehmung der Ahnen verdrängt, und all der Geister, Engel und Dämonen, die Tag und Nacht den Lebenskreis bevölkerten - so wie heute die lebensprallen Zeitungsnachrichten, vom Rand her.

2. Anfänge

Bezeichnenderweise nahm auch das philosophische Denken bei der Präsenz des Ganzen seinen Anfang, die im Feuer, im Wasser oder sonst in einer Kraft gesehen wurde, die den Kosmos durchwirkt. Ihre innere Richtigkeit faszinierte die Denker, obgleich die Präsenz sich bei jedem Zugriff sogleich um eine Linie zurückzog - das ist bis Einstein und den heutigen Physikern so geblieben.
Auch heute noch wirken offenes Feuer und fließendes oder still liegendes Wasser stark auf Menschen ein, die aus ihren synthetischen Welten in die Natur fliehen, von einer schweigenden Präsenz angezogen.

3. Die Religionen

Die Religionen fanden wohl die deutlichsten Antworten auf die wahrgenommene Präsenz, weil sie sie zunehmend als personale Anwesenheit von Göttern ansprechen konnten. In den alten Religionen ist die gemeinsame Anwesenheit von Göttern und Menschen typisch, auch in den ersten Genesiskapiteln, oder im Abraham-Erzählkreis ist das erkennbar. In den großen Religionen wird dagegen diese personale Präsenz immer stärker als souveräne Anwesenheit wahrgenommen. Das geht vielleicht einher mit der Souveränität der Großkönige, die mehrere Völker beherrschen konnten mit einem starken Willen und einer weitsichtigen Organisationskraft - aber es führt von dort ein Weg zur westlichen Bedeutung der individuellen Freiheit, deren Souveränität mit der Gottes nun ebenbürtig erscheinen kann.
Andere Kulturen, z.B. die indische, haben die Präsenz nicht so sehr auf das Individuum konzentriert, weder bei Gott noch in der Gesellschaft - obwohl auch dort dieselbe Tendenz zu bemerken ist.

4. Zeit

Sehr erstaunlich, dass es kaum einer unternommen hat, einen umfassenden Begriff von der Präsenz in zeitlicher Hinsicht darzulegen, wo doch das deutsche Wort Gegenwart in beide Richtungen weist: jetzt dasein, im Unterschied zu früher oder zu einem späteren Zeitpunkt - aber auch in deiner Gegenwart etwas sagen, sodass du es hören kannst. Vielleicht ist Heidegger in der Nähe gewesen, aber er hat das sich zeitigende Sein nicht personal ansprechen können, wodurch allein vermeidbar gewesen wäre, ein Seiendes daraus zu machen. Umgekehrt ist womöglich die personaldialogische Philosophie, wie sie z.B. Levinas vorträgt, wohl zu einem grundlegenden Verständnis des Du gekommen - aber gerade nicht als Gegenwart, sondern als uneinholbare Zukunft, als welche der Andere stets entzogen bleibt.
Im Gegenteil, was gegenwärtig unter Zeit verstanden wird, Fortschritt, Entwicklung, Evolution, wird immer stärker völlig apersonal angelegt - und dieses Denken erweist sich in einer umfassenden Beschleunigungsbewegung, die über Menschenschicksale, sowie die Befindlichkeit ganzer Länder und Völker rücksichtslos hinweggeht. In dieser Hinsicht besteht zwischen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Globalisierung und der nationalsozialistischen Ideologie gar kein großer Unterschied - jeweils geht es darum, dem (eigenen) Fortschritt alles andere unterzuordnen, also den Menschen verfügbar zu machen für den Fortschritt der Zeit. Auch die bereitwillige Unterordnung der Massen unter das jeweilige Diktat von Zeit ist vergleichbar: erstaunlich, wie mühelos sich Menschen von Wirtschaftszwängen und Modediktaten gängeln lassen. Schmeichelhaft wird auch diese gegenwartsarme Zeit mit Zeitgeist angesprochen.

5. Scheinpräsenz/Präsenzschein

Am deutlichsten wird die Sache werden, wenn von den Schein- oder Ersatzformen von Präsenz die Rede ist. Einem jungen Hund, der nicht allein zu Hause bleiben will, stellt man einen tickenden Wecker ins Kistl: das mag ihn an den Herzschlag des Muttertiers erinnern und gibt ihm jedenfalls das Gefühl, nicht allein zu sein. Kindern stellt man mit dem selben Ziel den Fernseher an. Die "Präsenz" aus Licht und Geräuschen, aus einfachen Handlungen und einfach generierten Gefühlen nimmt sie in Anspruch und lässt sie in ein Geschehen eintauchen, als Zuseher und Mitspieler (Mitfühlender). In türkischen Haushalten habe ich oft laufende Fernsehapparate gesehen, ohne dass irgendjemand auf den Bildschirm sah - es genügte das Geräusch, und dass dort unablässig etwas vorging. Diese stetige Produktion von beiläufiger Bedeutung suggerierte ein belebtes Haus. Ich selbst lasse gern das Licht brennen, wenn ich aus dem Haus gehe, um andern ein bewohntes Haus zu präsentieren, und selbst bei der Rückkehr kein leeres betreten zu müssen. Ähnliche Wirkungen haben Kinderzeichnungen an der Wand - ja Bilder überhaupt: Es ist Bedeutsamkeit und Präsenz, die so in einer Wohnung angereichert wird.
Ähnliches wird vom Radio zu sagen sein, Ähnliches auch von der Musik, wobei es große Differenzen in den Arten des Hörens und "Hörens" gibt. Die maschinelle Berieselung erinnert wohl eher an den Hundewecker als an ein Konzert oder ein Gespräch. - Gerade an der Form eines Gespräches tritt aber die bestimmte Form der Präsenz sehr deutlich hervor: am Interesse am Gesprächspartner, am Zuhören, an der Erwiederung, am Diskursniveau.
Daraus ließen sich unschwer Kriterien für die Präsenz entwickeln: ob sie nämlich eine personale Begegnungsdimension aufweist - oder eine solche abweist.

6. Dichte Präsenz

Ich kenne zwei Beispiele für eine deutlich wahrnehmbare Präsenz. Zuerst die Musik. Das eigentümliche an dieser Kunstform ist, dass es sie jeweils nur einmal gibt. Alles, was erklingt, gibt es nur im Augenblick. Man kann das bewundern mit dem Blick auf die Musiker: im Orchster, als Solisten, immer brauchen sie einen besonderen Sinn für den richtigen Moment. Da gilt es, Takte zu zählen, zuzuhören, die eigene Tonproduktion zu beherrschen. Gerade komme ich von einem Konzert zweier Musiker, die zum ersten Mal miteinander spielten und gerade heute erst zusammen gekommen waren. Konzentrierter Blick auf die Noten: eine Seite für ein 10 Minuten-Stück! Immer wieder ein Blick zum anderen, manchmal eine Handbewegung, ein Kopfnicken. Es sind Millionen Momente, die ganz genau kommen müssen! Große Beherrschung der Fingertechnik, der Rhythmen, des Instruments, und auch des Stücks. Und dann große Freiheit im Ausdruck, und in der Anspannung dann wieder große Gelassenheit, ja spontane Freude über dieses oder jenes glückliche Zusammenstimmen, wie das kurze Aufleuchten eines Meteoriten. - Und ebenso die Zuhörer, konzentriert, freudig, bewegt, ergriffen von lauter Momenten, die Stücke entlang fühlend, mit ihren lauten Höhen und zirpenden Stillen - und am Ende jeweils laut aufatmend mit den Händen.
Aber auch das Ereignis als solches ist von unvergleichlicher Einzigartigkeit. Gewiss, man kann Aufnahmen machen - ich hätte gern welche: aber dann, zuhause, ist die Präsenz bereits viel schwächer, obwohl die Musik gleich gut ist. Es bedürfte einer eigenen, besonderen Inszenierung, um eine ähnliche Aufmerksamkeit aufzubauen wie beim Livekonzert. Das braucht es nämlich für die Präsenz: gestimmte, aufmerksame Hörer, mit einem Gefühl für das, was kommt. Egal, ob Konzertsaal oder Cafehaus, Jazzklub oder Kirche. -

Und nun das zweite Beispiel, die Liturgie. Auch hier Musik - vielleicht nicht immer so professionell, aber mitgesungen, eine andere, womöglich viel intensivere Art der Teilhabe als bloßes bewegungsloses Hören. Aber die Musik nur ein Zeichen für etwas anderes, eine Einbettung mehrerer anderer Präsenzen. Zunächst die Gemeinde, die sich bis zum Beginn langsam aufbaut, die Mitarbeiter, die ihre Positionen einnehmen, sich noch absprechen, vorbereiten, noch manchmal eine Irritation. Dann das Erscheinen von Assistenz und Zelebrant, der Einzug, die Umrundung der Gemeinde, Blickkontakte. Mit erschienen heute ein Taufkind, wie mit der Sänfte getragen. Die ersten Worte, die weiter Präsenz aufbauen, an aktuellen Ereignissen anknüpfen, auf die Schrifttexte vorbereiten, vielleicht eine Frage aufwerfen, die von der Schrift oder von der Predigt beantwortet würde. Das Kyrie, das Gloria, Aufrichten der Gemeinde mit Christus, Öffnen der Wahrnehmung für das Wort - das ewige, das nicht vergeht (heutiges Evangelium), das aber ergeht an diesem heutigen Tag, zu dieser Stunde (und zwar gewissenhaft vorbereitet von den Lektoren). Wer jetzt nicht hört, versäumt. Wer jetzt noch mit sich selbst beschäftigt ist, bleibt unberührt. Denn das Wort dringt ein und bewegt, und es will verändern, erneuern und bekehren. - Das ist die zweite, die dritte Präsenz: wer da spricht, wer da verändert.
Sinnbild dieser Präsenz ist wieder eine Zeitform: einsetzend mit einer Erzählung (am Abend nach dem Mahle) baut sie sich auf: Nehmet und esset alle davon: ein präsentischer Auftrag, eine Aufforderung, ein Ansprechen der Anwesenden (das auch um die Abwesenden weiß), dass sie entgegnen, dass sie mitsprechen, mit lobpreisen, dass sie herkommen und empfangen. Und noch einmal: Seht das Lamm Gottes..., damit sie auch wirklich herschauen und sich dabei selbst empfinden als das, was sie vor ihm sind.
Vielleicht ist es nirgends sonst so deutlich: pure Anwesenheit, zwischen den Worten, in den Zeichen, in aller Stille und Aufmerksamkeit.
Und wenn dann noch Kinder stehen, und Jugendliche, gerade an diesem Tag in dieser Weise zusammengewürfelt, rund um den Altar, mit den Händen erhoben, aufrecht, alle in zufälliger Reihenfolge, aber alle hingeordnet auf das stille Geheimnis, das sich da an dem Tisch vollzieht. Und wie der Priester da still steht, und die ganze Gemeinde, aufrecht, und sieht das Lamm, sieht ein Brot, und weiss, das Brot/das Lamm ist die Antwort: ist die Präsenz, welche die eigene berührt, umfasst und einschließt, bis hin zur Bekehrung. Da ist es eine bewegte Gemeinde, in aller Stille, die nicht für die Ohren mehr ist.

Wenn auch bei uns die Gemeinde kleiner wird: Wahrscheinlich sind wir da zuwenig präsent in den Häusern und Gasthäusern und allen möglichen Stätten, das mag sein. Immerhin lassen wir uns im öffentlichen Raum nicht ganz zur Seite drängen von all der Nullpräsenz, wie sie bald zur Weihnachtszeit hervorquellen wird. - Aber an unsrem Initiationsort, im Gottesdienst, da entfalten wir die Präsenz, und das teilt sich mit. Wer da nicht mehr kommt, der meidet eher die Präsenz, weil er nicht antworten will, weil er noch zögert - oder weil es anderswo billiger geht. Präsenz ist geschenkt, aber nicht billig.


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Gedankenbilderbuche - 8. Nov, 17:43

Es ist schön,

wieder etwas von dir zu lesen (besonders im Zusammenhang mit Präsenz)! Ich bin schon neugierig auf ein 2. und 3. und ...

LGU

weichensteller - 8. Nov, 23:51

Jö,

noch wer Präsenter!
Gedankenbilderbuche - 11. Nov, 20:07

Eigentlich

wäre es spannend, der Historie des Dingbegriffs eine "Theorie der Präsenz" gegenüberzustellen. Die Verfügbarmachung ("Verdinglichung") des Menschen in unserer, wie du sie bezeichnest, gegenwartsarmen Zeit. Die Endlichkeit der Dinge und die Unendlichkeit des Anderen. Was heißt dann wohl Gegenwärtigkeit ...

weichensteller - 22. Nov, 00:07

Später Antwortversuch

Seit Novalis gibt es einen Versuch zur Rehabilitierung der Dingpräsenz, dargestellt etwa an ihrer Subjekthaftigkeit in der Natur (Eichendorff, Brentano, Hoffmann, Grimms, Stifter). Auch Musil spielt damit exzessiv, muss ich anmerken, vgl. etwa "Drei Frauen", oder "Das Fliegenpapier". Im literaturwissenschaftlichen Diskurs der letzten Jahrzehnte wird die "Präsenz" der Dinge gewöhnlich dekonstruktivistrisch als Differenz zwischen Text und Bedeutung dargestellt, von welchen der Bedeutung der Primat gegeben wird (übrigens seit Nietzsche). Im 20. Jht sind es Plastiken von Duchamp, Fotographien von Kertesz usw.

Zur Philosophie der Präsenz des Seienden, besonders im Bezug auf Heidegger:
Diesseits der Hermeneutik. Über die Produktion von Präsenz

Weiters:
Gerhard Stamer: //www.stamer-reflex.com/node/105
Rezension zu Kiening, Mediale Gegenwärtigkeit: //www.univie.ac.at/film/php/rezension/rezens.php?action=rezension&rez_id=15

Außerdem sei Norbert Lesers Entgegnung an die materialistischen Behauptungen Rudolf Burgers empfohlen, und in seinen Anführungen von Geist und Bewusstsein eben Weisen der Präsenz zu sehen:
//diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/520104/index.do?_vl_backlink=/home/spectrum/zeichenderzeit/index.do
Gedankenbilderbuche - 22. Nov, 15:26

Danke

für deine Antwort, mit der der ich nicht mehr gerechnet habe, da ich meinen Kommentar eigentlich zum Aspekt "Scheinpräsenz" angemerkt und unter Punkt 6 eine Antwort gefunden habe. Danke auch für den Lesestoff und die Literaturhinweise!

Es freut mich, dass du auch A. Stifter anführst, da ich mich vor Jahren mit dem Stifter´schen Dingbegriff auseinandergesetzt habe, an dem sich eine Kategorisierung festmachen lässt, die das Transzendente includiert (insbesondere beim Witiko). Seitdem bin ich sehr fein gestimmt, wenn von "Dingen" die Rede ist. (Das ist nämlich so eine Sache mit dem Ding.)

SCHLAGLOCH - 25. Nov, 22:13

Wie und wo sind wir als innerliche Person präsent

oder ist bei unserem Auftreten nur der äußere Rahmen wichtig. Sind wir mit unserem Leben nur Statthalter, für jemanden, der größer sein wird als wir. Irren wir wie eine Sternschnuppe durch das unendliche Universum, um beim Eintritt in die Atmosphäre, im Angesicht des Todes, zu verglühen.
Ein Ort wo Menschen in ihrer Ursprünglichkeit präsent sind, sind die Märkte in den kleinen Landgemeinden, wie auf dem Leopoldimarkt in Bad Radkersburg. Hierher kommen die Leute aus Sicheldorf, aus Gammlitz oder aus Köchl, um einzukaufen und um gesehen zu werden. Wer hier gesehen wird, ist noch nicht tot. Sonst munkelt man, der Leopold war schon vor einem Jahr nicht gut beieinander, vielleicht ist er gestorben. Wird man von den Besuchern erkannt, so lebt man für ein Jahr in den Köpfen der Menschen weiter. Wie die korpulente Dame mit den geröteten Wangen, die, beim Zusammentreffen mit Verwandten, versucht den Hörapparat einzuschalten. Präsenz kann man sich mit einer blauen Hausschürze kaufen, dann bleibt daheim der Versicherungsvertreter mit dem Auto stehen, lehnt sich aus dem Autofenster und spricht im einschmeichelndem Tonfall ein paar Worte. Eine Aufmerksamkeit, die, die dicke Landhaut streichelt. Die Kleiderschürzenpräsenz kann man sich um 9.90 Euro kaufen, früher kostete sie 99.- Schilling. Die Kinder haben früher Schulschluss und zwängen sich durch die Marktbesucher, sozusagen durch die Unterwelt. Mütter mit den Kinderwägen machen eine Kehrtwendung, als der eine Bauer zum Anderem sagt, hast du schon gehört: „Der Tone ist gestorben, zwanzig Jahre zu früh. Man kann nichts machen“. Hinter ihnen befindet sich der Marktstand mit den „Herz Jesu“ und „Den Schutzengeln“ Bildern, alle Szenen in leuchtenden Farben. „Haße Frauen und haße Würste“ verspricht der Bratwurstkönig den Vorbeieilenden.
Von der Arbeit gebückte Knechte probieren einen Hackenstil und einen Sensenstil aus, ob er ihnen gut in der Hand liegt. Obwohl sie in der Rente sind, kaufen sie sich ein Werkzeug zum Arbeiten. Wie sollen sie sonst im Dorf präsent sein, als durch Arbeit. Nach dem Kirchgang im Dorfgasthaus ein Bier zu trinken ist nur die halbe Präsenz. Seit fünfzig Jahren ist ein Geschirrhändler bei allen Jahrmärkten dabei, jetzt zahlt es sich für ihn nicht mehr aus, in Pension zu gehen. Ein Longseller ist der Nachttopf mit den roten Herzen. Wer nicht in einem Herzen präsent ist, hat verloren.

Gruss schlagloch.

weichensteller - 28. Nov, 23:03

Hallo Schlagloch, auch präsent!

Unverwechselbar, dein Beobachtungsstil, all die Kleinigkeiten, das Bedeutsame, deine Aufmerksamkeit für die manchmal recht schwache Präsenz, kurz wie der Hackenstiel.

Virtuelle Zeichen der sinnlichen Gegenwart....
Gedankenbilderbuche - 1. Dez, 17:19

Es fügt sich

so wunderbar, die Etymologie:

Präsenz: Anwesenheit, usw.
Präsent: Geschenk

Eine kleine Ergänzung, dir natürlich präsent!

Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.

Hebr 11,8

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