City of Gold
Das ist Dawson City.
In den 1890er Jahren wurden Goldfunde am mittleren Yukon bekannt.
Ganze Karawanen von Abenteurern zogen über den White Pass herauf und fuhren mit Booten und Schiffen den Yukon hinunter.
Und hier, im Fischerlager der First Nations, in Tr'ochëk, wurde eine Stadt errichtet, die bald zur Boomtown wurde.
Das wird gern als heroischer Kampf des Menschen gegen die Mächte der Natur dargestellt. Die langen, eisigen Winter. Die Überschwemmungen. Die Abhängigkeit von Lebensmittellieferungen auf den entlegenen Vorposten der Zivilisation. Von Werkzeug und technischem Material. Die Stadt zählt die Heldentaten der Erbauer der Wasserleitung und des Turbinenwerkes und listet die Katastrophen auf.
Die Trʼondëk Hwëchʼin First Nation gibt es noch. Sie wurden von einer schamanistischen Jäger- und Sammlerkultur mit oraler Tradition ins nordamerikanische 20. Jahrhundert katapultiert, lernten Alkohol und Drogen kennen und verloren ihre Sippen- und Familienverbände. Heute sind sie als Eigentümer des Landes anerkannt, und viele leben in diesen Holzhäuschen und fahren riesige amerikanische Limousinen.
Reich geworden, erzählt mir Otto, sind die Casinobesitzer, Hotelbetreiber, Schiffahrsunternehmer. Die Goldschürfer waren die Arbeiter auf eigenes Risiko. Niemand weiß, wieviele im Schnee und im Fluss verlorengegangen sind.
Ihre Gesichter zeigen eine Ahnung






In den 1890er Jahren wurden Goldfunde am mittleren Yukon bekannt.
Ganze Karawanen von Abenteurern zogen über den White Pass herauf und fuhren mit Booten und Schiffen den Yukon hinunter.
Und hier, im Fischerlager der First Nations, in Tr'ochëk, wurde eine Stadt errichtet, die bald zur Boomtown wurde.
Das wird gern als heroischer Kampf des Menschen gegen die Mächte der Natur dargestellt. Die langen, eisigen Winter. Die Überschwemmungen. Die Abhängigkeit von Lebensmittellieferungen auf den entlegenen Vorposten der Zivilisation. Von Werkzeug und technischem Material. Die Stadt zählt die Heldentaten der Erbauer der Wasserleitung und des Turbinenwerkes und listet die Katastrophen auf.
Die Trʼondëk Hwëchʼin First Nation gibt es noch. Sie wurden von einer schamanistischen Jäger- und Sammlerkultur mit oraler Tradition ins nordamerikanische 20. Jahrhundert katapultiert, lernten Alkohol und Drogen kennen und verloren ihre Sippen- und Familienverbände. Heute sind sie als Eigentümer des Landes anerkannt, und viele leben in diesen Holzhäuschen und fahren riesige amerikanische Limousinen.
Reich geworden, erzählt mir Otto, sind die Casinobesitzer, Hotelbetreiber, Schiffahrsunternehmer. Die Goldschürfer waren die Arbeiter auf eigenes Risiko. Niemand weiß, wieviele im Schnee und im Fluss verlorengegangen sind.
Ihre Gesichter zeigen eine Ahnung






weichensteller - 5. Aug, 06:01






