<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://weichensteller1.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/">
    <title>am Weg : Rubrik:des menschen überdrüssig</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>weichensteller</dc:publisher>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:date>2008-11-01T19:58:29Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/5293049/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4997272/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4901092/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860513/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860512/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860511/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860510/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860500/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4843003/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/icon.gif">
    <title>am Weg</title>
    <url>http://static.twoday.net/icon.gif</url>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/5293049/">
    <title>Zum Tod oder daneben</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/5293049/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/426838/index.do&quot;&gt;http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/426838/index.do&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Strasser ist ein Schwätzer, ein Gscheiterl, wie die Wiener sagen. Kreist wie ein Habicht um den Hühnerstall der Religion, aber kommt nicht hinein, weil er die bequeme Philosophenluft nicht aufgeben will. Dabei bräuchte er nur einmal in die Messe zu gehen, an Tagen wie diesem, da bekäme er genug Stoff zum Tod, über den er sich ausläßt, ohne etwas zu sagen. Als Meister der Fläche ist er eher Geometer als Philosoph, denn da fehlt beides: Liebe und Weisheit. Wie will man denn etwas Gültiges vom Tod ausmachen ohne Metaphysik! Naturalisten und Fundamentalisten sind Flächenbewohner wie er, da dachte Schopenhauer noch riskanter, der Maulwurf, der an die Oberfläche kam und die Tiefe des Bodens vergaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser ist ein Muttersöhnchen, ohne den Ernst für Wahrheit und Verantwortung. Deshalb muss er jeweils im ersten Absatz die Religion kaltstellen, um dann seitenlang in der Asche herumzustochern. Ich halte sein Schreiben für Glaubensersatz, denn auf einen personalen Gott kann er sich nicht beziehen. Kann man sonst in einem Essay über Leben nach dem Tod schwadronieren, ohne den Auferstandenen zu erwähnen? Über Bewußtseinszustände von Toten fabulieren, ohne über Ewigkeit zu sprechen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte das Ganze für fahrlässig. Ein zynisches Aburteilen der tiefsten Glaubensüberzeugungen des christlichen (jüdischen und islamischen) Abendlandes / Morgenlandes. Und es ist kein Zufall, dass stets Zyniker und Nihilisten wie er ums Wort gebeten werden. Programmatische Verflachung des Abendlandes.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-01T19:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4997272/">
    <title>Wir Zuschauer</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4997272/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;sandro&quot; width=&quot;382&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/weichensteller1/images/sandro.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Zaungäste der Europameisterschaft. Delektieren uns an den Emotionen der anderen. Die noch etwas zu hoffen/ zu gewinnen haben. Minutiöse Berichte der Vorbereitung der Spieler (seit Monaten täglich). Beobachtung der angereisten Fans: ihr Patriotismus/ ihr Konsumverhalten/ ihre Freude/Enttäuschung, jeweils in Großaufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, unsere eigene Mannschaft. Das Fitnessbarometer anstelle der Klasse. Die Sensation des ersten und einzigen EM-Tores aus dem geschenkten Elfmeter in den letzten Spielsekunden. Das Lecken der Wunden, die uns Schiedsrichter, Schicksal, Pech zugefügt haben. Das Vergessen der eigenen Mittelmäßigkeit. Wir Österreicher wie der Portier beim Opernball, der sich zu fortgeschrittener Stunde auch einmal auf die Tanzfläche wagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteinahmen: Wir Zuschauer begeistern uns immer für diejenigen, die immer gewinnen: großes Mitleid für Franzosen und Italiener, wenn sie verlieren, nie für Mannschaften, mit denen wir es selbst aufnehmen könnten, nie für unseresgleichen, immer für die Sieger, die Mächtigen und Reichen. Die Spanier, die uns seinerzeit mit 9 : 0 abgefertigt hatten. Und wehe dem, der Schwäche zeigt, der nachdenkt, hinterfragt, der nicht über Leichen geht und nicht mit allen Mitteln den Sieg erzwingt: der bekommt Häme und Spott, dessen Schwächen werden genüßlich breitgewalzt, wochenlang, monatelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Kirche haben Erfahrung damit. Wenn wir jahraus-jahrein ruhig und berechenbar geradeaus gehen, werden wir gerade noch stumm registriert wie die Bauwerke neben der Straße; allenfalls kleinere Konzertereignisse oder Wallfahrten oder renovierte Kirchentürme werden neben Käsefesten und Bordellraufereien mit kleinen Berichten versehen und in der Wahrnehmungskategorie des leicht Absonderlichen eingeordnet. Aber sobald irgendeine Tür einen Spalt sich öffnet und ein Unbeteiligter einen Blick erheischt, werden Autobeschaffungen und Postenbesetzungen zu geheimen Offenbarungen gemacht, an denen sich alle diejenigen lang- und breitsehen können, die keinen Zugang zu regulären Offenbarungen des Himmels haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem ganzen Zusehen ist nirgendwo ein Handeln zu sehen gewesen, es sind lauter sich selbst reproduzierende Ereignisse, heute heißen die Gegner ..... und ....., und die Spiele haben die täglichen Quizshows und Seifenopern anstandslos ersetzt und werden schließlich wieder von ihnen abgelöst werden, und was da jeweils stattgefunden hat, wer soll sich das alles merken, in der nächsten Staffel ist ohnehin alles wieder ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das totale Zusehen hat längst aus allem ein Bild gemacht, der Unterschied zwischen einem Stadionbesuch, einem öffentlichen Videostand und dem Fernseher liegt in der Lautstärke, der Bierverpflegung und den Wiederholungen in Großaufnahme. Auch unsere eigene Bildwerdung ist weit fortgeschritten, unsere Bedürfnisse erscheinen täglich im Werbefernsehen, und der Sinn unseres Lebens wird im gesteigerten Privatkonsum und im Wirtschaftswachstum angegeben. Was Wohlgefühl und Glück, Schönheit und Erfolg sind, liest man aus Bildern. &lt;br /&gt;
Wo sind die Bilderalben des geglückten Lebens? Des sinnvollen Einsatzes in Beruf, des sozialen Engagements in der Freizeit. Der gelingenden Partnerschaft. Der orientierungsgebenden Förderung der Heranwachsenden. Bilder des selbstbewußten freien Menschen, der lange überlegt hat und nun weiß, was er tut.&lt;br /&gt;
Wir Abbilder der Bilder. &lt;br /&gt;
Wir Zuschauer.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-16T14:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4901092/">
    <title>6. Viri Galilaei</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4901092/</link>
    <description>Ihr Männer, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?  So sagten die Weißgewandeten, vorwurfsvoll klingt es in unseren Ohren, man könnte versucht sein, noch hinzuzufügen: ... Und was geht ihr nicht endlich nach Hause und beginnt, etwas Vernünftiges zu tun? Baut endlich die neue Gemeinde der Christen auf, oder kümmert euch zu Hause um eure Familien! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So vernünftig wäre vielleicht unser Jahrhundert, wäre es dort gestanden in Galiläa, auf dem Berg, und hätte Jesus schwinden gesehen. Jetzt beginnt die Zeit der Selbständigkeit. Jetzt brauchen wir eigene Pläne und Konzepte, es ist vorbei, dem Meister nur hinterher zu gehen und seine Aufträge auszuführen. So denken doch die heutigen Menschen, die gelernt haben, anzupacken und in Ordnung zu bringen. Und man hört ein bißchen Erleichterung heraus. Nun bestimmen wir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses Jahrhundert hätte dann Jesus gar nicht gesehen. Jedenfalls hätte es ihn nicht erkannt. Es hätte von Jesus etwa so ein Verständnis gehabt wie manche Pharisäer: die hatte Jesus nur gestört. Ein Lästiger und Unbequemer, einer, der die Menschen herausfordert, der sie aufruft, sich selbst zu überwinden und alle ihre Blockaden und Vorurteile. Gerade gegenüber Gott, und da fühlten sich die Pharisäer doch hauptzuständig. Oder es hätte Jesus so gesehen wie Judas Iskariot, der Zelot, der Widerstandskämpfer gegen die Römer, ein vernünftiger Mensch mit einem praktischen Ziel, nämlich die Freiheit für sein Volk herzustellen, und gleich auch mit einem Plan, wie die neue Herrschaft aussehen sollte und wer sie auszuüben hätte. Immerhin einer der Jünger Jesu.&lt;br /&gt;
Oder wie Petrus, der Jesus, als er von Tod und Auferstehung spricht, in den Arm fällt und es verhindern will, denn der neue Weg soll doch ein Weg der Sieger und Erfolgreichen sein, denen die Sterne günstig sind und alles gelingen soll, mit Gottes Hilfe. Er ist der erste unter den Aposteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses Jahrhundert hätte bei weitem zu kurz gegriffen. Denn die Genannten haben entweder Jesus verlassen oder verraten, oder sie sind gewandelt und geläutert worden. Denn die dort am Berg bei ihm gestanden sind, die haben sich ja bereits ganz auf ihn eingelassen. Für die war Jesus nicht mehr Sonntagsprediger, der eine gute Stimmung verbreitet, so daß man getrost mit gehobenem Herzen an den Sonntagstisch kehren und den Nachmittag mit der Familie genießen kann.  Sondern Jesus nachfolgen kostet etwas. Verlangt Risiko. Fordert Mut und Totaleinsatz. Und beinhaltet Scheitern. Vielleicht beginnt es gerade beim Scheitern. Beim Begraben der eigenen Vorstellungen von einem guten Leben, wie damals am Ufer des Sees. Bei der totalen Niederlage unter dem Kreuz. Keine Ausreden mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wird allmählich deutlich, warum die Männer noch immer am Berg stehen und Jesus nachblicken. Es ist nicht, dass sie um Jesus Angst hätten, dass sie sich Sorgen machten wegen ihm. Sondern es ist die Ratlosigkeit, wie sie in einer unchristlichen Welt eben diesen Christus bezeugen sollten. Es ist die Überforderung, auf sich selbst gestellt Jesu Gleichnisse anwenden zu müssen. Es ist das Zurückschrecken davor, nun heimzukehren und vor fragenden Gesichtern dafür einzustehen, was ein Leben in der Nachfolge Jesu ist. Verbindlich. Eindeutig. Wie werden sie herunterkommen von diesem Berg. Mit Jesus sind sie ihn hinaufgestiegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ihrem Zögern liegt bereits vorab die ganze Erkenntnis Jesu, des Heilands, des Erlösers, des Menschensohnes, des Gottessohnes. Der angebrochenen Gottesherrschaft inmitten der Welt. Nämlich dass man diesen Gott nicht aus eigenem verkünden kann. Das nur er selbst für sich sprechen kann. Und das auch tut. Jenseits von Wahrscheinlichkeiten und Mehrheitsbeschlüssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zögern der Männer von Galiläa liegen die Millionen von Fragen, die sich den Menschen stellen werden, und zu deren verbindlicher Beantwortung sie einen Beistand nötig haben: Ob es richtig ist, Menschen nach ihrer Produktivität u beurteilen. Ob es angeht, dass die Mehrzahl der Menschen in Armut lebt und Hunger leidet, und wie sich dabei die Reichen rechtfertigen werden. Wieviele Schätze man der Mutter Erde entreißen darf, um jeden Meter mit dem Auto fahren zu können. Was den einzelnen die Reinheit der Luft und das Weltklima angeht. Wie Gerechtigkeit sein kann, wenn nicht alle gleich gelten vor dem selben Gott. Ob der Mensch nach den Sternen greifen soll oder im Labor Pflanzen, Tiere und Menschen produzieren, ob das für Menschen nötig ist und ihnen gut tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eine Menschheit, die sich selbst den Boden unter den Füßen wegzuziehen im Begriff ist, einen Anker im Glauben haben kann. Wo doch gerade diese Menschheit versucht, die Brücken hinter sich abzureißen: darauf eine Antwort. Wie werden die Jünger darauf richtige Antworten finden ohne Christus, den menschgewordenen Gott. Deshalb zögern sie, ihn gehen zu lassen. Denn sie wissen, dass er Antworten hat  dass er selbst überhaupt die Antwort IST: Christus, der wahre Mensch, der gültige, verbindliche Mensch, der Mensch, so wie er bei der Schöpfung von Gott gemeint war. &lt;br /&gt;
Jesus Christus, der letzte Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der erste. Laßt ihn nicht aus den Augen.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-01T06:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860513/">
    <title>1. letzte menschen</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860513/</link>
    <description>Er hat nichts, wofür er lebt. es lebt um ihn herum, beschreibt Tobias Moretti den von ihm dargestellten Polizisten Thomas Dorn: ein prototypischer, heutiger, überforderter Mensch, der in einem Vakuum lebt, zu sehen in Das Jüngste Gericht, Regie Urs Egger. Die Kommissare werden auch immer menschlicher, keine Weisen mehr, unbestechlich, schlau, sondern behaftet mit privaten Problemen wie du und ich. &lt;br /&gt;
Aus den Bergen des hohen Geistes kam einst Zarathustra in die Stadt herunter, um die Menschen den Übergang zu lehren, und bei ihrem Stolz spricht er sie an: &lt;i&gt;So will ich ihnen vom Verächtlichsten sprechen: das aber ist   d e r   l e t z t e  M e n s c h.   .... Seht! Ich zeige euch   d e n   l e t z t e n   M e n s c h e n. Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern?  so fragt der letzte Mensch und blinzelt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser letzte Mensch begegnet in seiner Überforderung. Er lebt einigermaßen bequem und hat keine großen Ziele, nichts, was ihn wahrhaft herausfordern würde, nichts, wofür zu kämpfen sich lohnt. Immerhin, ein Kommissar erhebt sich aus der Gleichmäßigkeit, beginnt zu forschen und zu fragen: aber wird dieser letzte Mensch vor den &lt;i&gt;großen Herausforderungen &lt;/i&gt;bestehen können? Das Jüngste Gericht, die letzte, größte, umfassendste Infragestellung des Menschen, seiner Taten und Ziele. Aber Zarathustra sieht den letzten Menschen blinzeln: er lacht ihn aus, er nimmt ihn nicht ernst, er verweigert die Begegnung. Der letzte Mensch ist der verachtete und verächtliche Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe/Höre: &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=dbI5K0AzNHI&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=dbI5K0AzNHI&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860512/">
    <title>2. haushofer, die wand, roman</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860512/</link>
    <description>Hugo und Luise  werden als etwas eigenwilliges Paar beschrieben, mit ihren jeweiligen Marotten, aber durchaus freundlich: &quot;Wie es so geht, im Umgang mit Hypochondern, hatten wir seine Zustände nicht mehr ernst genommen&quot;,   beschreibt die Verlassene ihre Sorge um den nicht aus dem Dorf zurückgekehrten Jagdhausbesitzer, und &quot;Luise liebte den Umgang mit Holzknechten und Bauernburschen, und es kam ihr nie in den Sinn, daß die verschlagenen Gesellen heimlich über sie lachen könnten&quot; sieht sie ihre Kusine kritisch: die aussichtslose Anbiederung, das Dazugehörenwollen, das Publikumbrauchen als ebenso verzeihliche Schwäche wie die Jagd des vermögenden Gatten, der das Anwesen seiner Stellung zu schulden meint, obwohl er ein schlechter Schütze ist und nichts trifft. Diese beiden Eigenschaften dürften die beiden das Leben gekostet haben, sie kehren nie mehr aus dem Dorf zurück.&lt;br /&gt;
Noch etwas zum Rückblick auf die beiden: Ist es schon ausreichend bedacht worden, in welch großem Ausmaß sich die Erzählerin den beiden &lt;i&gt;verdankt&lt;/i&gt;? Gerade ihre Eigenarten sind es, die ihr das Überleben ermöglichen, der gut dressierte Jagdhund, das Jagdhaus im Bergwald, die Jagd selbst, und die vom überängstlichen Besitzer mit Sammlerleidenschaft überreich eingelagerten Vorräte, denn es wurde immer über Atomkriege geredet damals. &lt;i&gt;Gute Erinnerung&lt;/i&gt; also, und die Frau hatte sich den beiden ja aus eigenen Stücken angeschlossen, hatte ihren Umgang gesucht, wenn auch nicht aus inniger Übereinstimmung, so doch in loser Verwandtschaft und freundlicher Distanz. Kaum gedacht wird der beiden fast schon erwachsenen Töchter, außer dass sie der Mutter schon ein Maß an Freiheit und Unabhängigkeit zugestünden, und gar nicht des früheren Mannes. Dafür tauchen manchmal Kindheitserfahrungen auf aus der Landwirtschaft, die nun zum Überleben wichtig werden. &lt;br /&gt;
Aber alle diese sind nicht die letzten Menschen, die von der Frau zurückgelassen werden: ganz unerwartet erscheint der letzte Mensch und bringt nur Verderben, und verdient nichts als eine Kugel, keine Fragen, kein Verständigungsversuch, keine Erklärung. Und dieser erst offenbart mir die ganze Sinnlage dieses Abschieds. Kunst, Kultur, Literatur, Gesellschaft, Staat, &lt;i&gt;Sinn&lt;/i&gt; werden mit einem Wisch weggefegt und nicht vermißt. Die Menschen gehen nicht ab. Man kann, wenn auch mühsam, unter Aufbietung aller Kräfte und Fähigkeiten, allein existieren. Eigentlich gut so. Und die Frage nach dem Hereinbrechen des Verhängnisses wird gar nicht gestellt. Der Forschungsdrang nach der Wand hält sich in Grenzen. Keine Frage nach dem Verbleib der Menschen, kein Gedanke an Tote, an Leichen, an Todesursachen. Eine vage Vorstellung von einer Kriegswaffe als Ursache des Verhängnisses, der nicht nachgegangen wird und die auch nicht korrigiert wird, als sie offensichtlich nicht zutreffen kann. Der allerletzte Mensch läßt den vorletzten ungerührt liegen und interessiert sich nicht für das Verhängnis. Und niemals fragt er: warum ich, warum gerade ich. Da scheint ein &lt;i&gt;stillschweigendes Einverständnis&lt;/i&gt; vorzuliegen. Gut so, ich bin ja da, und eine Weile kann ich überleben. Und die anderen, die Verschwundenen: etwas hat sie weggenommen, das nicht verstehbar ist, und damit kann man einverstanden sein. Man muß es nicht rechtfertigen, sie wurden nicht ermordet, sie scheinen etwas lästig gewesen zu sein, das frühere Zusammensein erscheint immer irgendwie verhalten und angestrengt, keine Erinnerung an Einverständnis und Glück: ob nicht dieser allein auf sich gestellte Überlebenskampf eine Erleichterung ist, gar ein erfüllter Wunsch  ganz auf die vertraute und berechenbare Natur verwiesen, Tiere als dankbare Partner, verstehbar, einschätzbar, und dass sie nicht sprechen/ keine Fragen stellen, muß kein Nachteil sein. &lt;br /&gt;
Also doch einverstanden mit dem Ende des Menschen  es scheint eine neue Dimension des Menschlichen zu eröffnen: Fürsorge für solche, die nicht zurückgeben können. &lt;br /&gt;
Was offen bleibt bei diesem geheimen Einverständnis: warum wird nicht nach diesem absurden Schicksal &lt;i&gt;gefragt&lt;/i&gt;? Etwa aus Vorsicht, die eigenen Wünsche zu deklarieren?&lt;br /&gt;
Ein Menschenende als Erleichterung und Trotz wegen der Fremdheit.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860511/">
    <title>3. glavinic, die arbeit der nacht, roman</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860511/</link>
    <description>Noch harmloser beginnt das Menschenende für Jonas. Ein Montag Morgen, Frühstück, der Weg zur Arbeit. Doch auch ihm gehen nicht sogleich die Menschen ab, zuerst kein Radio, kein Internet, kein Fernsehen, keine Zeitung, keine Telefonverbindung. Aber bald werden Menschen gesucht: Marie, der Vater, die Arbeitskollegen. Stattdessen leere Straßen in Wien, keine Passanten, kein Verkehr, nichts regt sich, sogar die Vögel scheinen anfangs verstummt. Auch Jonas fragt und forscht nicht nach den Ursachen  aber er nimmt das Fehlen der Menschheit nicht sogleich als gegeben hin. Zwei Impulse treiben ihn durch die entleerte Welt seit diesem Tag: Kontakt aufzunehmen mit Überlebenden, und sich seiner selbst zu vergewissern. Der Überlebenskampf fällt ihm leicht: die verschwundenen Menschen haben Autos und Lebensmittel hinterlassen, und die Stromversorgung scheint irgendwie von selbst zu laufen im Lande der Wasserkraft (die Atomkraftwerke in England erscheinen glücklicherweise nicht im Fokus der Geschichte). Aber Jonas ist auf all seinen Vergewisserungsreisen ständig beschäftigt, Zettel mit Nachrichten und seiner Telefonnummer zu hinterlassen. Und er bildet eine seltsame Marotte aus, überall Videogeräte zu postieren, die ihn selbst aufnehmen, und unter Aufwand aller Kräfte sieht er sich immer wieder die Bänder an, auf denen er selbst durch die nun leere Welt irrt: Selbstvergewisserung ohne Du. &lt;br /&gt;
Immerhin: Jonas sucht nach Menschen, nach dem Vater und seinen Spuren, nach Marie, seiner Freundin, die im Ausland war, und nach sich selbst. Mysteriöse Zeichen einer geheimen Anwesenheit entdeckt er, in der Wand eingemauert, unbewußte Regungen im Schlaf , ohne Kontrolle, aber gefilmt. &lt;br /&gt;
Die Begegnungen mit der Natur sind krisenhaft, das Wetter, die Orientierung im Wald, das Zeitgefühl sind unverläßlich und unerprobt. Jonas fühlt sich der Natur nicht gewachsen, hier ist er fremd. Nah sind ihm seine Erinnerungen, die vertrauten Orte mit Spuren von Gemeinsamkeit oder von sich selbst. Jonas hilft sich mit Technik, mit Autos und Supermärkten. Und in einem fort schreit er ins leere All hinaus: ich bin da, &lt;i&gt;ich bin da!  &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Wie vor der &lt;i&gt;Wand&lt;/i&gt; gibt es kein Fragen, kein Nachfragen. Kann man fragen nur mit einem Gegenüber? Gibt es keine Sinnsuche eines Einzelnen? Nimmt der Mensch seine Einsamkeit als gegeben, ohne zu rebellieren?&lt;br /&gt;
Aber es gibt ein Suchen, einen verzweifelten Kampf, wieder besseres Wissen doch noch zu &lt;i&gt;entrinnen&lt;/i&gt; einem unerbittlichen, unverstandenen Schicksal, und sich zu retten zu dem einzigen Menschen, zu Marie, und das gar nicht wegen der besonders guten und verständnisvollen Beziehung, sondern eher als Wiedergutmachungsversuch. &lt;br /&gt;
Zuletzt das Fallen, nun wie ein Einverständnis mit einem unbegreiflichen Verhängnis, das Fallen aus der Zeit, deren Dimensionen von Menschenleben und Zeitaltern, von Geschichte und Halbwertszeiten des radioaktiven Mülls, und somit auch ein &lt;i&gt;Fallen aus der Verantwortung&lt;/i&gt;, die dem Menschen zu groß geworden war, als dass er sie noch tragen hätte können, und somit etwas wie ein &lt;i&gt;Zurückfallen&lt;/i&gt; zu dem, wo es eigentlich hingehört nach seiner Bestimmung, nach einer ungerechtfertigten Selbstermächtigung. &lt;br /&gt;
Also wiederum ein Einverständnis mit dem Verschwinden des Menschen.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860510/">
    <title>4. clarke, die letzte generation, roman</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860510/</link>
    <description>Wenn über den großen Städten der Erde stumm Raumschiffe erscheinen, so mag das heutigen Cineasten bekannt vorkommen. Wenn von ihnen aber nicht Vernichtung ausgeht, sondern vorsichtige und höfliche Mahnungen und Weisungen, was das Geschick der Menschheit betrifft, in akzentfreiem Englisch, so mag der Leser an einen Bluff denken. Wenn aber dann Krieg und Hunger, Not und Ungerechtigkeit nach und nach verschwinden, sich die &lt;i&gt;Overlords&lt;/i&gt; aber erst nach 50 Jahren zeigen wollen, so liegt der Geschichte doch ein großer außerirdischer Plan  zugrunde. Zwar muß zugegeben werden: die &lt;i&gt;Overlords &lt;/i&gt;ersetzen bald jede Religion durch moderne Wissenschaft und Technik. Aber die Bereitschaft der Menschen zu Unterwerfung nehmen diese Fremden, die nun das Geschick der Erde lenken, gerne an. Und die penetrante Zurückhaltung der Erscheinung der Fremden scheint weniger auf die fehlende Reife der Menschen, als auf ihre Lächerlichkeit zurückzuführen sein: wie große, den Menschen weit überragende apokalyptische Engel mit Flügel, die aus der Nähe säuerlich riechen und das Sonnenlicht nicht gut vertragen. &lt;br /&gt;
Zwei bescheidene Rebellionen der Menschen gibt es, welche die &lt;i&gt;Overlords&lt;/i&gt; zwar überraschen, aber dann mit Nachsicht quittiert werden: der Raumfahrer, der sich in eines ihrer Versorgungsschiffe einschleust und so auf ihren Heimatplaneten kommt (ein insgesamt in seiner Beiläufigkeit enttäuschendes Erlebnis), und die Inselkolonie, die sich selbst steuern und verwalten will, ein letztes Aufbäumen von Selbständigkeit und eigener Vernunft. Und gerade diese wird auf ungeahnte Weise frei gesetzt und offenbart zuletzt nun doch ein Jenseits, eine Dimension, auf welche die &lt;i&gt;Overlords&lt;/i&gt; keinen Zugriff haben und vor der sie sich bescheiden. Die Offenbarung dieses Neuen wird zwar mit der Sprache der Science Fiction ertastet, aber es ist ein Gestammel. Die fremde, überlegene Intelligenz zieht sich zurück, aber der Mensch  freilich ein neuer, transformierter Mensch  ist der Eintrittsort dieses Neuen: im Menschen inkarniert es, während die Sterne vom Himmel fallen und die &lt;i&gt;letzte Generation&lt;/i&gt; verschwunden ist in blasser Zeugenschaft. Eine wahrhaft apokalyptische Vision in der gesamten Bilderfülle des letzten Buchs der Bibel. Und nun doch ein ungenanntes Jenseits und ein Zusichkommen der gesamten Schöpfung. &lt;br /&gt;
Eine Erlösung? Fragt sich, für wen.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860500/">
    <title>5. blanchot, der letzte mensch, erzählung</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4860500/</link>
    <description>Im Zeichen des Paradoxes, steht im Klappentext. Was das bedeuten soll. Und so pflügt sich der Leser durch die Seiten, tastet sich, tastet nach &lt;i&gt;Erzählung&lt;/i&gt;, nach Tatsachen und Vorfällen, nach Handlung, nach Eindeutigem. Kaum eine Aussage, der nicht sogleich widersprochen wird, kaum ein Satz, der so stehen bleiben kann  wiewohl doch viele Sätze da sind, und große. &lt;br /&gt;
Nun gut, drei Personen, der Erzähler, eine Frau, mit der er in besondere Beziehungen trat, und einer, der Professor genannt wird. Und man kann es nur so sagen: &lt;i&gt;er tritt in Erscheinung&lt;/i&gt;, nach und nach. Und auf welche Art: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich davon überzeugt, ihn zuerst tot, dann sterbend gekannt zu haben. Sein Erscheinen ist ein unaufhörlicher Vorbeigang, Ich gehe an seinem Zimmer vorbei, sein Schritt hat mich nie getäuscht, kommt er noch? geht er schon?; er ist ein so entsetzlich wenig schuldiges Geschöpf, immer unfehlbar, Man mußte ihn in einen Fehler locken, Er hat mir Gefühl gegeben für die Ewigkeit, für ein Wesen, das keiner Rechtfertigung bedürfte. Ich stelle mir letztlich einen Gott vor - &lt;br /&gt;
Also darf einmal angenommen werden, es handle sich hier um eine Christus-Manifestation. Das Erkennen Christi, von der Begegnung mit dem Auferstandenen zurück blickend, die nachösterliche Perspektive auf sein irdisches Leben. Der Vorbeigang Gottes an den bezeichneten Häusern der Israeliten in Ägypten, dann hinter Mose am Berg Sinai, und nun der immerwährende Vorbeigang des Auferstandenen, der nicht festzuhalten ist, und auch sein Vorbeigang in den Gleichnissen, die eine fremde Wahrheit sagen in vertrauten Worten: Nackte Worte, denen ich wegen meines Nichtwissens ausgeliefert bin. Er hat sie in einem bestimmten Augenblick in mir, zweifellos auch in vielen anderen abgelegt, und dieses monströse Gedächtnis müssen wir gemeinsam tragen bis zu der Transformation, von der uns nur ein Ende befreien wird - Oder soll bei dem Gedächtnis nicht viel eher an die Abendmahlsworte gedacht werden, an Christi Testament und Vermächtnis, wo doch erzählt wird, wie er seine Mahlzeiten mit den anderen einnahm. Er schien nicht viel kränker, vielleicht bedrohter, aber auf eine Art, die ihn nicht selber betraf. &lt;br /&gt;
Jedenfalls deutlich die lebensspendende Wirkung, die von ihm ausgeht: Er schien in mir Wegmarken aufzurichten: Sätze, und so fühlten wir uns wie mit vermehrter Existenz ausgerüstet, um uns selber angereichert, angereichert um das, was wir sein konnten, ja stärker, gefährlicher, böser und ganz in der Nähe eines Traums exzessiver Macht. &lt;br /&gt;
Wenn ich an Gleichnisse gedacht habe, dann wegen des sich still öffnenden geheimen Raumes, der im Laufe des Textes immer stärker hervortritt. Ich hatte manchmal, während seiner Worte, einen schnellen Wechsel der Sprechebene bemerkt. Was er sagte, wechselte die Richtung, richtete sich nicht mehr an uns, sondern an ihn, an einen anderen als ihn, an einen anderen Raum. Es könnte auch ein Gebet gewesen sein. Dann das Gefühl, dort unten gebe es eine Öffnung auf eine andere Gegend hinaus: Der Raum war fliehend, schlau, erschrocken. Vielleicht hatte er kein Zentrum, darum desorientierte er mich durch Flucht, durch List, durch Versuchung. Er entzog sich,; er entzog sich unaufhörlich. Und immer deutlicher tritt ein Zustand hervor: Die Art von Trunkenheit kam von diesem Wir, das aus mir strömte, ein Gefühl unendlichen Glücks, wie ein Berg, der sich schwindelerregend hoch von Universum zu Universum erhebt. Nie ein Halt, keine Grenze, eine immer trunkenere und immer ruhigere Trunkenheit. Wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dieser &lt;i&gt;letzte Mensch&lt;/i&gt; ist? Es muß der sein, der das Menschsein insgesamt angenommen hat und ihm damit eine Richtung gibt, einen Sinn, eine Erfüllung. Und die Menschen damit in ungeahnter Weise freisetzt zu einem Glück der unaufhörlichen Bejahung. Und es hat die Einsamkeit des Menschen, die vielleicht immer stärker hervortritt in seiner Verlorenheit, eine Antwort bekommen in einem&lt;i&gt; Wir&lt;/i&gt;, einer mythischen Gemeinschaft: darum nämlich ist er der letzte Mensch. Mehr ist nicht zu erwarten.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-13T20:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/4843003/">
    <title>der letzte mensch</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/4843003/</link>
    <description>Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern&apos;&apos; - so fragt der letzte Mensch und blinzelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Wir haben das Glück erfunden&apos;&apos; - sagen die letzten Menschen und blinzeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben den Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme. Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankwerden und Misstrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Thor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt dass die Unterhaltung nicht angreife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Hirt und Eine Heerde! Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in&apos;s Irrenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Ehemals war alle Welt irre&apos;&apos; - sagen die Feinsten und blinzeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist klug und weiss Alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald - sonst verdirbt es den Magen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
``Wir haben das Glück erfunden&apos;&apos; - sagen die letzten Menschen und blinzeln -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt das SEMINAR  dazu:&lt;br /&gt;
Man nehme vom Stoff einiger Online-Texte (oder anderer) und formuliere Kommentare:&lt;br /&gt;
www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/ g-notes/Jaeger-LetzterMensch-Freitag39.htm - 22k&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.engeler.de/mensch.html&quot;&gt;http://www.engeler.de/mensch.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.rosalux.de/cms/index.php?id=4090&quot;&gt;http://www.rosalux.de/cms/index.php?id=4090&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.amorkratie.de/der_letzte_mensch.htm&quot;&gt;http://www.amorkratie.de/der_letzte_mensch.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.feministische-sf.de/einzelne_romane/fsf_verney-der-letzte-mensch.html&quot;&gt;http://www.feministische-sf.de/einzelne_romane/fsf_verney-der-letzte-mensch.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Literatur:&lt;br /&gt;
Nietzsche, Also sprach Zarathustra&lt;br /&gt;
Blanchot, Der letzte Mensch&lt;br /&gt;
Orwell, 1984&lt;br /&gt;
Clarke, Die letzte Generation&lt;br /&gt;
Haushofer, Die Wand&lt;br /&gt;
Glavinic, Die Arbeit der Nacht</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://weichensteller1.twoday.net/topics/des+menschen+%C3%BCberdr%C3%BCssig&quot;&gt;des menschen überdrüssig&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-06T22:04:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://weichensteller1.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
