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    <title>am Weg : Kommentare</title>
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    <dc:publisher>weichensteller</dc:publisher>
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    <title>am Weg</title>
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  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691441/">
    <title>final</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691441/</link>
    <description>Heute beginnt die Rueckreise.&lt;br /&gt;
Ausgecheckt ist bereits im Hotel, am Abend geht der Nachtbus nach Quito, dann kommen Stunden am Flughafen, und am Freitag Abend sollte ich in Wien sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uebrigens:&lt;br /&gt;
die ¨Kaetzchen¨ sind ausgewachsene Truemmer mit Leopardenkoepfen und haben beim Fruehstueck einander einen Kampf geliefert, dass die Haarbueschel geflogen sind und am Meer die Schiffe stehen blieben</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>pazifik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-07T18:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691435/">
    <title>Puorto Lopez</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691435/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;lopez&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/lopez.jpg&quot; height=&quot;185&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der ewige Staub, den der Ozean unaufhoerlich ins Land schiebt und den du zuletzt nochmals von den Fusssohlen schabst, wenn du zu Bett gehst&lt;br /&gt;
das unaufhoerliche Mahlen einer Betonmischmaschine, das du erst dann bemerkst, wenn es einmal kurz aussetzt, und das aus der Restaurantkueche zu kommen scheint&lt;br /&gt;
das wunderbare Hotel mit den im Kolonialstil verzierten Holzgelaendern auf den die drei Stockwerke umlaufenden Balkonen vor den schmucken Zimmertueren und den grossen holzgefassten Glasfenstern, dem gefuellten Schwimmbecken und dem mediterranen Restaurant ohne Koch und ohne Stuehle, in dem wir zu dritt wohnen&lt;br /&gt;
den mit Kartonspeisekarten ausgestatteten jungen Burschen, die wahrscheinlich schon Familien gegruendet haben, die vor den Restaurants moeglichen Gaesten mit freundlich geweiteten Augen entgegenspringen und ihre Karten schwenken wie Diskuswerfer&lt;br /&gt;
die beiden Fischer, die ihr gestrandetes Boot vom Strand aus anschieben und vom dem Meer zugewandten Bug aus mit einer langen Stange abstossen wollen und einen um den andern Wellenschlag abwarten, bis die erhoffte Riesenwelle heranrollt und daas Schiff mitreisst&lt;br /&gt;
die drei verschiedenrassigen Hunde und die beiden Maenner, die mit dem gleichen Gesichtsausdruck vor dem Kiosk auf ihren Unterlagen kauern und durch die vorbeiziehenden Fussgaenger hindurch aufs Meer hinausstarren&lt;br /&gt;
der mit Maschinenpistole und Schussweste ausgestattete Sicherheitsmann, am Engang des Supermarkts auf und abgehend, der mich wie unabsichtlich beim Eintreten gruesst und, nachdem ich eine nur hier erhaeltliche ungekuehlte Wasserflasche gekauft habe, auch verabschiedet verabschiedet und sogleich den Blick wieder abwendet&lt;br /&gt;
alle zwanzig Meter eine Agentur, die Walbegegnungen, Fahrraeder, Reitpferde, Sandstraende und Schnorchelabenteuer anbietet, vor der meist ein oder zwei Amerikaner warten&lt;br /&gt;
zehn Schueler, die, alle gleich gross, mit grauen Leibchen und blauen Hosen oder Roecken im Gaensemarsch am Gehsteig balancieren zwischen Betonmasten, parkenden Autos und den Betonsaeulen, die den Balkon des ersten Stockwerks abstuetzten, und gleich darauf zehn andere mit hellblauer Bluse und grauen Hosen&lt;br /&gt;
der Kiosk in der leeren Seitenstrasse, an dem ein alter Mann ueber blauem Qualm etwas braet&lt;br /&gt;
die dunklen Schatten, die von riesigen Urzeitvoegeln mit scharfen knochigen Schwingen und langem spitzen Schnabel zwischen den Haeusern kurz zu sehen sind&lt;br /&gt;
die beiden Katzen meines Hotels, die entweder am Glasdach des Durchgangs, am hoelzenen Katzenturm oder neben der Steinbank an der Uferpromenade liegen und gleichmuetig Bekannte und Fremde beobachten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;pelican-6350377_960_720&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/pelican-6350377_960_720.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;</description>
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    <dc:subject>pazifik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-06T22:52:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691427/">
    <title>Pazifik im Maerz</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691427/</link>
    <description>Wie junge Kaetzchen&lt;br /&gt;
uebermuetig und verspielt&lt;br /&gt;
so liegen sie am Ruecken, als wollten sie am Bauch gekrault werden&lt;br /&gt;
und wackeln dazu mit den Flossen:&lt;br /&gt;
die Buckelwale, von unseren Booten begleitet.&lt;br /&gt;
Ein Muttertier und zwei Junge.&lt;br /&gt;
Gross und schwer wie ein LKW.&lt;br /&gt;
Einmal sind wir so nahe, dass wir den Seufzer hoeren aus dem Spritzloch.&lt;br /&gt;
Dann und wann kommt die Kuh herausgeschossen wie ein Torpedo und tanzt.&lt;br /&gt;
Seht her, ich bins.&lt;br /&gt;
Dann stuerzt sie mit einem maechtigen Klatschen aufs Wasser.&lt;br /&gt;
Zum Abschied winken sie uns mit den Paddeln ihren Bauchflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;humpback-whale-in-machalilla&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/humpback-whale-in-machalilla.jpg&quot; height=&quot;225&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnorcheln an der Felskueste&lt;br /&gt;
Korallen, gelbgestreifte schmale, gelbgepunktete schlanke oder bartltragende neugierige Fischlein.&lt;br /&gt;
Ein gruener Doktorfisch, der den Meeresgrund entlang streift.&lt;br /&gt;
Ich bin in meinem Element.&lt;br /&gt;
Freischwebend, mit Schwimmweste, Taucherbrille und Schnorchel.&lt;br /&gt;
Und  Gurttasche, wie ich jetzt bemerke.&lt;br /&gt;
10 Dollar, pazifikgetraenkt.&lt;br /&gt;
Freischwebend</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>pazifik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-06T16:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691402/">
    <title>Dschungel</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691402/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;275&quot; alt=&quot;images2&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/images2.jpg&quot; height=&quot;183&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fahren eine gute Stunde bis zum Fluss.&lt;br /&gt;
Der Wagen haelt am Kiesstrand zwischen Huetten.&lt;br /&gt;
Sofort sind wir von jungen Maennern umringt.&lt;br /&gt;
Wir steigen ins schmale, lange Boot, das vorne offen ist.&lt;br /&gt;
Es geht flussaufwaerts&lt;br /&gt;
ruhiges braunes Wasser&lt;br /&gt;
der Blick geht bis zur naechsten Flussbiegung&lt;br /&gt;
das Wasser wird unruhiger&lt;br /&gt;
ein anderer Fluss muendet hier&lt;br /&gt;
starke Wellen&lt;br /&gt;
drueben ist das Wasser hoeher als hier&lt;br /&gt;
es gibt verschiedene Ebenen im Fluss&lt;br /&gt;
zuweilen ist am Ufer ein Areal mit Steinen abgetrennt&lt;br /&gt;
eine Motorpumpe bringt Wasser heraus&lt;br /&gt;
drinnen steht ein Mann, nur Kopf und Brust ragen heraus&lt;br /&gt;
ein Goldwaescher, sagt Hannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Boot steuert ans Ufer&lt;br /&gt;
wir steigen die Flussboeschung hinauf&lt;br /&gt;
Chiko pflanzt sich auf&lt;br /&gt;
er wird mir Medizinpflanzen zeigen&lt;br /&gt;
wir dringen in den Wald ein&lt;br /&gt;
auf beinahe zugewachsenen Pfaden&lt;br /&gt;
Vogellaute&lt;br /&gt;
Rascheln und Knacksen von unseren Schritten&lt;br /&gt;
wir buecken uns unter Aeste und Lianen&lt;br /&gt;
es ist feuchtwarm&lt;br /&gt;
Chico hebt eine stachelige Frucht auf, die wie ein Seeigelpnzer aussieht:&lt;br /&gt;
das nimmt man als Kamm&lt;br /&gt;
ich koste Fruechte&lt;br /&gt;
und schnuppere an zerriebener Baumrinde&lt;br /&gt;
ein Zuckerrohrstamm, an dem man, abgeschaelt, saugt,&lt;br /&gt;
das ist saeuerlich und durststillend&lt;br /&gt;
Vor einem einzelnen Holzhaus zeigt mir Chiko den Garten:&lt;br /&gt;
Kaffee, Kaukau, Bananen, Mandarinen&lt;br /&gt;
wir steigen uber umgestuerzte Baeume&lt;br /&gt;
und ducken uns unter Aesten&lt;br /&gt;
wir stellen uns vor einen riesigen Stamm,&lt;br /&gt;
der nach allen Seiten Querstreben hat&lt;br /&gt;
Der Boden ist von braunen und gelben Blaettern bedeckt&lt;br /&gt;
oder von Schlamm und Pfuetzen&lt;br /&gt;
Wir steigen durch Baeche und Fluesse&lt;br /&gt;
Chiko voran mit der Machete&lt;br /&gt;
Einmal kommen wir zu einer Lichtung&lt;br /&gt;
ein Feld, den Hang hinab&lt;br /&gt;
die Muehen der Rodung sind zu sehen&lt;br /&gt;
gruenes Kraut und junge Baeume streben hoch&lt;br /&gt;
nach Stunden stehen wir auf einer Kuppe, die gerodet ist&lt;br /&gt;
und einen Blick freigibt:&lt;br /&gt;
jetzt werden wir bald das Dorf erreichen!&lt;br /&gt;
Wir ziehen ein unter einem Strohdach mit dem Dorfnamen&lt;br /&gt;
einen breiten, kotigen Weg hinunter&lt;br /&gt;
und nochmals durch ein Fluesschen:&lt;br /&gt;
wir sind da,&lt;br /&gt;
verschwitzt, blossfuessig, froehlich&lt;br /&gt;
wir waren schnell, sagt Hannes,&lt;br /&gt;
das Essen ist gleich fertig!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;320&quot; alt=&quot;dorf&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/dorf.jpg&quot; height=&quot;157&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-03T22:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691375/">
    <title>Schamane</title>
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    <description>Schwarze Augen&lt;br /&gt;
aus dem Finstern&lt;br /&gt;
klar und ruhig auf mich gerichtet&lt;br /&gt;
aus dem Schatten des mit einer nackten Gluehbirne spaerlich beleuchteten Raums.&lt;br /&gt;
Sie hat mich von Anfang an auserwaehlt&lt;br /&gt;
die kleine schwarze Huendin mit dem kurzen Fell&lt;br /&gt;
und spricht nun zu mir in der Stille&lt;br /&gt;
vor mir stehend zwischen mir und dem Schamanen,&lt;br /&gt;
der auf dem Stuhl sich vorbereitet&lt;br /&gt;
mit Bechern und Schalen vor sich am Tisch,&lt;br /&gt;
einer Schnapsflasche,&lt;br /&gt;
einem Buschen Ajapanga&lt;br /&gt;
und einer Zigarette.&lt;br /&gt;
Er hatte die Kette mit Guerteltierzaehnen umgelegt, als er meinen Beruf erfahren hat, und sich das Band mit dem Samen auf den Kopf gesetzt, damit alles auch aeusserlich seine Ordnung hat. Er hat den Lianensirup getrunken, der ihm Bilder aufsteigen laesst, und wartet jetzt auf die Wirkung mit halbgeschlossenen Augen, der alte Mann, der seit einem Unfall vor wenigen Jahren seine Kruecken neben sich stehen hat.&lt;br /&gt;
Seine Familie sitzt rundum auf einer niederen Bank und unterhaelt sich leise und ungezwungen, seine Frau, drei Soehne, eine Schwiegertochter. In der Mitte eine Feuerstelle, auf der ein Stock glost ueber drei Steinen - darueber ein Kessel von der Decke haengend. Ich hocke auf einem niederen Schemel vor dem Schamanen und kraule die Huendin.&lt;br /&gt;
Er beginnt zu pfeifen, eine Melodie aus zwei Toenen, spaeter sing er, es sind Bitten an die Geister des Wassers und des Waldes um Staerkung und Reinigung. Er streicht mit dem Ajapangabuschen ueber meinen Kopf, die Schultern, die Oberarme, immer wieder, langsam, bestimmt. Er heisst mich umdrehen, streicht weiter ueber Kopf, Schulter, Ruecken, lange, ich vergesse die Zeit. &lt;br /&gt;
Das Murmeln der Familie, zuweilen ein Lachen, in den Pausen die Zikkaden von draussen durch die angelehnte Tuer, sie rufen wie ein Sekundenzeiger, zuweilen eine Stimme vom finsteren Dorfplatz.&lt;br /&gt;
Er legt die Haende auf meinen Kopf,&lt;br /&gt;
er blaest Rauch auf meinen Kopf,&lt;br /&gt;
dann wieder das Klopfen.&lt;br /&gt;
Es ist eine Reinigung.&lt;br /&gt;
Danach hat er gesagt, keine Krankheiten, einige Sorgen, nichts Wichtiges.&lt;br /&gt;
Es wird alles gut.&lt;br /&gt;
Die Huendin ist verschwunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; alt=&quot;images1&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/images1.jpg&quot; height=&quot;168&quot; /&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-02T14:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691351/">
    <title>Amazonas</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691351/</link>
    <description>Stille Wasser&lt;br /&gt;
lautlos gleitet das Boot&lt;br /&gt;
gruen auf beiden Seiten&lt;br /&gt;
Schatten Sonne Schatten&lt;br /&gt;
stehende Luft&lt;br /&gt;
Fluegelschlaege&lt;br /&gt;
Flattern schnell&lt;br /&gt;
Rauschen kurz&lt;br /&gt;
da, ein blauer Vogel stelzt ueber Zweige am Wasser&lt;br /&gt;
Schritt um Schritt&lt;br /&gt;
ein Jaeger wie ich&lt;br /&gt;
endlich scharf&lt;br /&gt;
wir hoeren Laute&lt;br /&gt;
Augen und Ohren am Ufer, im der Luft, in den Baumkronen, auf der Wasseroberflaeche&lt;br /&gt;
der Bootsfuehrer deutet hinauf&lt;br /&gt;
nun sehe ich die Affen&lt;br /&gt;
Chichico, zwei, drei&lt;br /&gt;
wir gleiten weiter&lt;br /&gt;
ein Pirol von rechts nach links, &lt;br /&gt;
von links nach rechts&lt;br /&gt;
gleiten weiter&lt;br /&gt;
gleiten zu dritt&lt;br /&gt;
Augen und Ohren&lt;br /&gt;
dort ist etwas&lt;br /&gt;
am Ast, der schaukelt&lt;br /&gt;
gross wie ein Rebhuhn&lt;br /&gt;
nun sehe ich ihn gegen den Himmel:&lt;br /&gt;
braun, gelb, Federschopf&lt;br /&gt;
lange Huehnerbeine&lt;br /&gt;
dreht am Zweig um, schreitet zurueck: ja, ein zweiter!&lt;br /&gt;
Hoatzin, der Urzeitvogel,&lt;br /&gt;
ein schlechter Flieger,&lt;br /&gt;
aber auf der Erde seit den Zeiten der Saurier&lt;br /&gt;
fuenf, sechs, eine ganze Sippe!&lt;br /&gt;
sie plappern heiser&lt;br /&gt;
wir horchen und schauen&lt;br /&gt;
und gleiten auf weisser Haut&lt;br /&gt;
und dann etwas Graues neben dem Boot&lt;br /&gt;
bewegt sich auf uns zu,&lt;br /&gt;
unter uns,&lt;br /&gt;
wir kehren und erblicken ihn:&lt;br /&gt;
eine Paiche!&lt;br /&gt;
groesster Amazonasfisch&lt;br /&gt;
kraeftiger Leib, Flossensaum in Lachsrot uebergehend bis zum Schwanz,&lt;br /&gt;
der Schlaengelbewegungen macht wie der Bootsfuerer mit dem Paddel&lt;br /&gt;
er wirft ihm Brotstuecke zu&lt;br /&gt;
dere Fisch schwebt heran,&lt;br /&gt;
oeffnet sein kreisrundes Riesenmaul,&lt;br /&gt;
und schluck!&lt;br /&gt;
er bleibt um uns&lt;br /&gt;
er mag uns&lt;br /&gt;
Hannes streichelt ihn&lt;br /&gt;
es gefaellt ihm&lt;br /&gt;
in Tena zurueck, essen wir heute Fischsuppe mit Wels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;river-1028779_960_720&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/river-1028779_960_720.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-09-01T18:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691329/#1022691339">
    <title>Es wäre dann durchaus weiterzufragen, ob sich im Süden die linksgedrehten Milchsäurebakterien...</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691329/#1022691339</link>
    <description>Es wäre dann durchaus weiterzufragen, ob sich im Süden die linksgedrehten Milchsäurebakterien nach rechts drehen und damit die Verdauung des gegrillten Viecherls unterstützen, oder ob vielleicht ein Schnapserl besser wäre, anstatt der karusellfahrenden Milchprodukte...&lt;br /&gt;
In meiner Kindheit wurden Meerschweinchen angeschafft zwecks Eindämmung einer sich anbahnenden Ratteninvasion. Geholfen hat es nicht wirklich - die Ratten  ergriffen schließlich die Flucht vor Mutters Mistgabel und Schäferhund Rolf - und das Meerschweindl samt ihrem Freund, dem Zwerghasen Otto, fand Obdach in den heimischen Kinderzimmern, und gefressen hat es alles - am liebsten unseren eisern gehüteten Süßigkeitenvorrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gutes  Heimkommen vom Mittelpunkt, die Mitte wird ohnhin überschätzt - lebendiger ist der Rand!&lt;br /&gt;
Und nicht überrascht sein - in Kärnten herbstelt es bereits.</description>
    <dc:creator>Nachdenkliche</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 Nachdenkliche</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-31T16:29:39Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691329/">
    <title>Der Mittelpunkt der Welt</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691329/</link>
    <description>Woher hat Ecuador seinen Namen?&lt;br /&gt;
Ich war heute am sogenannten 0-Meridian.&lt;br /&gt;
Dabei meine ich &lt;i&gt;am&lt;/i&gt; durchaus woertlich.&lt;br /&gt;
Ich stand darauf, balancierte einige Schritte mit geschlossenen Augen, es gelang mir gut, besser als einigen anderen, aber die Schwerkraft war anders.&lt;br /&gt;
Es war, als ob du gegen eine unbekannte Kraft ankaempfen muesstest.&lt;br /&gt;
Dreht sich Wasser auf der Nordhalbkugel anders als auf der Suedhalbkugel?&lt;br /&gt;
Haben Tornados im Norden einen anderen Spin als im Sueden?&lt;br /&gt;
Und was ist, wenn sie die Linie ueberqueren?&lt;br /&gt;
Tatsache ist: die Erde dreht sich hier schneller.&lt;br /&gt;
Und ich war ein Kilo leichter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch etwas: Wir haben ein originales Indio-Haus besucht. Auf einer Seite ist die Kueche, auf der anderen ist der Meerschweinchenstall. Sie dienen als Alarmanlage. Wenn draussen ein boeser Mensch vorbeigeht, quieken sie laut. Dann wird der Mensch gebeten, das Dorf zu verlassen.&lt;br /&gt;
Ich habe heute zum ersten Mal Meerschweinchen gegessen. &lt;br /&gt;
Gegrillt.&lt;br /&gt;
Wie es geschmeckt hat, verrate ich zu Hause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;intinan2&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/intinan2.jpg&quot; height=&quot;225&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;8e34ac497e0cdfbb7fe761f5605145f1&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/8e34ac497e0cdfbb7fe761f5605145f1.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;Inti_Nan_Museum-_Quito-1&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/Inti_Nan_Museum-_Quito-1.jpg&quot; height=&quot;300&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>tumbaco</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-30T23:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691316/">
    <title>Kleine Dinge</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691316/</link>
    <description>Die Katze, die sich durch den 3 cm breiten Spalt unter der Holztuere duchzwaengt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oberteil, das kolumbianische Frauen in der Metro tragen, das eigentlich in nichts anderem als einem Spitzen-BH besteht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intervalle der roten Ampelphasen, in denen der Jongleur vor der Autokolonne seine Kunststuecke vorfuehrt und daraufhin absammeln geht zwischen den Wegfahrenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seitlichen Abstaende zwischen Autos, Motorraedern und Fahrraedern nicht nur bei artenden Autoschlangen, sondern waehrend der Fahrt bei jederzeit ploetzlichem Spurwechsel, besonders in Bogota. Viele fahren tatsaechlich mit dem Rennrad zwischen den Kolonnen, alle mit Helm, aber keineswegs zoegerlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleinen Abstaende zwischen den Gassen Jardins: in einer regnet es, in der naechsten ist es trocken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augenblicke der Stille in Bogota, Medellin oder Quito, wo an den Boulevards die Restaurants ihre Werbezonen mit lauter Musik markieren und die Strassenverkaeufer ihre Waren mit lautem Singsang anpreisen&lt;br /&gt;
Gestern betrat ich ein stilles, fast leeres, hell erleuchtetes Restaurant, um zu lesen, doch als ich mich gerade gesetzt hatte, ging die Musik los&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Augenblicke, wenn in Quito die Sonne scheint, welche, bis du die Kamera heraussen und ein Motiv anvisiert hast,  schon vorueber sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Goldfische im Plastiksaeckchen, die in der Avenue Bolivar feilgeboten werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1239&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1239.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;267&quot; alt=&quot;IMG_1255&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1255.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;267&quot; alt=&quot;IMG_1327&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1327.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1348&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1348.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1371&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1371.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1397&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1397.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1400.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1403&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1403.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;267&quot; alt=&quot;IMG_1329&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1329.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_1404&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_1404.jpg&quot; height=&quot;267&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>quito</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-29T21:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691295">
    <title>ja,</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691295</link>
    <description>quito liegt sogar auf 2850 meter!&lt;br /&gt;
das gibt ein angenehmes, abends kühles, tagsüber sehr warmes klima, nicht viel anders als ein kärntner sommer. die alten indianer wussten, wo sie ihre städte bauten!&lt;br /&gt;
jetzt ist sonntag vormittag, alles geschlossen, lange kein bankomat zu finden, wasser abgesperrt in unserem viertel, die straßen fast leer, kein lärm, keine musik aus keiner türe.&lt;br /&gt;
und eine sonntagsmesse werde ich noch finden angesichts der vielen schönen alten kirchen in quito!</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-28T15:37:41Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691292">
    <title>Ecuador also liegt auch auf Deiner Reiseroute. 
Ist die doch beachtliche Höhenlage...</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691292</link>
    <description>Ecuador also liegt auch auf Deiner Reiseroute. &lt;br /&gt;
Ist die doch beachtliche Höhenlage spürbar?&lt;br /&gt;
Für Pollenallergiker sind ja 1600 m empfehlenswert - dort also das ganze Jahr pollenfreie Zeit?</description>
    <dc:creator>Nachdenkliche</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 Nachdenkliche</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-28T07:11:11Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691272/">
    <title>beobachtungen und begegnungen</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691272/</link>
    <description>der aufseher der botero-galerie im 3. stock, wo fotografieren ausdrücklich verboten ist, ließ mich, nachdem ich mich erklärt hatte, für einige minuten in dem raum allein, wo der zyklus des leidens christi gehängt ist -&lt;br /&gt;
wann wird botero die taten christi malen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lorena fragte mich, woher ich käme, vom berg herunter, gab ich zurück, deshalb hätte ich dieses rote gesicht, antwortete sie befriedigt; &lt;br /&gt;
als sie das essen brachte, sah sie den reiseführer und blätterte begeistert in den seiten von medellin, wobei sie sich mit ihrer roten plastikschürze über den tisch beugte, ohne sich zu setzen;&lt;br /&gt;
als sie befriedigt abräumte, weil ich alles gegessen hatte (dabei hatte ich die hälfte einem bettler gegeben, der zum tisch gekommen war), fragte sie nach meinen weiteren plänen und gab mir ihre telefonnummer&lt;br /&gt;
sie käme aus venezuela und sei erst vier jahre in medellin&lt;br /&gt;
sie hat braune augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein geschecktes pferd kam allein von links die straße herab, überquerte vor uns die fahrbahn, blieb vor dem holztor des ersten hauses der stadt stehen und klopfte an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein paar auf einem moped, und zwischen ihnen eine holztür quer über die halbe fahrbahn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein schmetterling von der größe einer amsel tanzt über den platz, lässt sich kurz nieder und fliegt, sobald ich den fotoapparat auf ihn richte, lachend und tanzend weiter, und niemand bemerkt ihn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
männer mit cowboyhüten vor weißen häusern mit türkisen oder gelben holzfenstern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am hauptplatz lässt ein pensionierter dragoner  seinen rappen über das pflaster auf und abtänzeln, dass es hallt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
valeria erzählte so begeistert von ihren gemeinsamen reisen in europa, dass sie mir auf die schenkel klopfte und vor meinem gesicht mit den händen fuchtelte, und nicolas lachte dazu und schenkte uns anislikör nach, und valeria beschwerte sich, seit 50 jahren lernt er englisch, dabei waren sie jünger als ich, sie hatte von ihren jüdisch-amerikanischen und kolumbianischen eltern und ukrainischen und russischen großeltern erzählt und was sie von wem geerbt hätte, und als nicolas das säckchen mit patacones auf den tisch stellte, zog ich auch ein sâckchen mit chips hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den weg zur christusstatue über den fluss und dann durch die bananenplantage hinauf, mit hahnengekrähe von links und donnergrollen von rechts - aber erst, nachdem ich im sumpfigen gras den weg gefunden habe; oben hat mich eine musik empfangen, die wie roy black klang und aus einem bis zuletzt versteckten holzrestaurant mit schilfdach kam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den ganzen nachmittag hatte ich kaffeegeruch in der nase, obwohl die rohen bohnen, die ich zuletzt gegessen habe, gar nicht nach kaffee schmecken, sondern wie bohnen sonst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220826_161842&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220826_161842.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220826_160704&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220826_160704.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220826_161424&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220826_161424.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>jardin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-26T22:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691290">
    <title>servus nachdenkliche!</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691290</link>
    <description>ja, zum kaffeegenuss gehört auch ruhe, atmosphäre und gespräch. das war den plantagenbesitzern ganz bewusst, und sie verbanden durchaus etwas mit wiener kaffeehauskultur und mit italienischem espresso.&lt;br /&gt;
übrigens haben sie sich von mir meine erfahrungen mit weinlese zeigen lassen.&lt;br /&gt;
...gerade warte ich in einem kaffeehaus auf den weiterflug nach quito...&lt;br /&gt;
lieben gruß von der erde!</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-27T22:38:20Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691288">
    <title>Die Kaffeebohne als buchstäbliche Frucht des Ackerbodens und der menschlichen Arbeit...</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/#1022691288</link>
    <description>Die Kaffeebohne als buchstäbliche Frucht des Ackerbodens und der menschlichen Arbeit - das ging mir durch den Kopf, als ich nach den Lesen Deines Berichts sinnierend vor dem saß, was kurz zuvor eine große Apparatur nach Einwurf einer 50 Cent Münze unter lautem Ächzten und mit viel Getöse hervorgebracht und nun im braunen Plastikbecher eine ebensolche Farbe angenommen hatte. Aus den schwarzen Bohnen also entsteht dieser Sud - nunja, zumindest winzigste Partikelchen davon werden hoffentlich auch in meinem zu finden sein.  Ein Getränk, von dem sich mancher am samstäglichen Nachmittag mit vollem Haus und geschäftigem Treiben, bei dem sich Einkaufswagen an Ferse reiht, ein wenig Stärkung erhoffte.&lt;br /&gt;
Das Äußern dieses Gedanken hatte zur Folge, dass die, die mit mir am Tisch saßen, überrascht von ihren Handys aufblickten und schon bald lebhaft über Kaffee und seine Herkunft, über Sorten und Trinkgewohnheiten plauderten und sich sogar der zurückhaltende Kollege daran beteiligte, um uns die Unterschiede zwischen Arabica und Robusta zu erklären.&lt;br /&gt;
Begegnung, Gespräch, Gemeinschaft - auch all das Varianten und Früchte dieser Bohne, deren Beschaffung so viel Mühe macht und unzähliger Hände bedarf und dessen ich mir vorher gar nicht so unbedingt bewusst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke Dir, gute Weiterreise und Grüße von der anderen Seite!</description>
    <dc:creator>Nachdenkliche</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 Nachdenkliche</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-27T17:49:06Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/">
    <title>finca</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691273/</link>
    <description>gleich vorweg:&lt;br /&gt;
der kaffee ist dünner und leichter, aber geschmackvoller als bei uns&lt;br /&gt;
wir sahen die roten früchte, in denen zwei weiße bohnen stecken, die getrockneten bohnen, die gerösteten - erst jetzt entsteht der geschmack! - und den gemahlenen kaffee&lt;br /&gt;
wir sahen, wie die bohne eingesetzt wird und keimt&lt;br /&gt;
wie der keimling in seinem säckchen nach 8 monaten in die erde gesetzt wird&lt;br /&gt;
nach 2 jahren die ersten früchte trägt&lt;br /&gt;
5 jahre lang geerntet wird&lt;br /&gt;
händisch, weil die bohnen am selben zweig zu verschiedenen zeiten reif werden&lt;br /&gt;
die stärkste erntezeit ist von september bis dezember&lt;br /&gt;
dafür braucht es 30-40 saisonarbeiter&lt;br /&gt;
aber auch die übrige zeit wird geerntet&lt;br /&gt;
von den 15 permanent angestellten&lt;br /&gt;
die schwarzen bohnen werden für instantcafe aussortiert&lt;br /&gt;
pro pflanze gibt es 3-4 kg ertrag pro jahr&lt;br /&gt;
dieses jahr nur 1 kg, schlechtes wetter&lt;br /&gt;
insgesamt heuer 20.000 kg&lt;br /&gt;
wir waschen und trocknen mechanisch, dadurch weniger wasserverbrauch&lt;br /&gt;
in unserer lage, 1600 meter, sind keine parasiten, daher kein gifteinsatz&lt;br /&gt;
nur handarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220826_141319&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220826_141319.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>jardin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-26T21:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691247/">
    <title>ich muss mir immer wieder sagen, dass ich nicht in darjeeling bin, trotz der bunten...</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691247/</link>
    <description>ich muss mir immer wieder sagen, dass ich nicht in darjeeling bin, trotz der bunten häuser mit ihrem holzbalkonen vor nebelverhangenen dichtbewaldeten schroffen bergen, trotz der motorrikschas, der motorräder und der kleinlastwagen, die sich die steilen straßen hinaufquälen,&lt;br /&gt;
und auch trotz der fröhlichen kleinen menschen, die schwätzend vor dem blassgrünen oder knallroten haustor stehen und sich um lackierte holztischchen am gehsteig zusammensetzen, gerade unter den vorragenden balkonen in ersten stock,&lt;br /&gt;
auch die schwarzäugigen schlanken frauen, die jedes lächeln und jeden freundlichen blick erwiedern, tragen zwar keine farbprächtigen saris, aber hellgrüne westen über rosa t-shirts oder leuchtend lachsfarbige kostüme oder einen gelben regenmantel, so leuchtend wie die blüten auf den baum vor. dem riesigen zweitürmigen tempel, der am zentralen gepflasterten platz der stadt thront und über sie hinwegschaut auf die wildnis und die plantagen, auf dem ich auf einem holzstuhl sitze und meine leere schale vor mir habe, aus der ich eiscreme auf früchten und geriebenem käse gelöffelt habe, eine extra große portion, wie die junge frau mir mit einem bezaubernden lächeln versichert, &lt;br /&gt;
während allmählich der grauverhangene tag in eine zauberhafte nacht übergeht, da an allen häusern lampen erblühen und in allen farben schimmern,&lt;br /&gt;
und wenn auch alle diese schönste stadt von antiochia mit einem gerollten &quot;ch&quot; beginnen lassen, so denke ich doch insgeheim, dass es macondo sein muss, auch wenn ich es mir ganz anders vorgestellt habe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220825_164909&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220825_164909.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;zu</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>jardin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-25T23:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691237/">
    <title>theater für das volk!</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691237/</link>
    <description>auf meinem ersten streifzug durch medellin, als ich der spur der seltsamen straßenbahn folgte, deren schienen drei oder vier meter auseinanderlagen, stand ich plötzlich in einer seitenstraße vor einem backsteingebäude mit der aufschrift &quot;theater&quot;. obwohl nachmittag, erreichte ich eintritt und wurde von direktor andres moure durchs gebäude geführt. wir offenbarten uns, und ich erfuhr von den anliegen und der arbeitsweise. auch eine theaterschule hatte ihren sitz hier. ich bekam das programm und kündigte mich für die nächste aufführung an, bei der ich auch von ihm erwartet wurde.&lt;br /&gt;
kann man ein stück verstehen, ohne die sprache zu sprechen?&lt;br /&gt;
man kann.&lt;br /&gt;
denn theater entsteht aus situationen.&lt;br /&gt;
die welt entsteht aus situationen.&lt;br /&gt;
das leben entsteht und wächst aus situationen.&lt;br /&gt;
mehrere paare, die synchron begegnungen darstellen, die zum exzess führen. das siehst du.&lt;br /&gt;
das publikum lachte laut, trommelte zur musik mit den füßen und erschrak beim exzess. das publikum: junge menschen, studenten, fröhlich, gut gelaunt.&lt;br /&gt;
aber der applaus war kurz.&lt;br /&gt;
und da trat der direktor nochmals auf die bühne und lud zur anschließenden diskussion. und wirklich blieb ein teil im saal und besprach nun, ich habe nachgefragt! mit direktor und schauspielern die eigenen paarprobleme. &lt;br /&gt;
also seelsorge durch theater!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220824_203941&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220824_203941.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.pequenoteatro.com/&quot;&gt;https://www.pequenoteatro.com/&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>medellin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-25T20:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691221/">
    <title>unten und oben</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691221/</link>
    <description>pedro nel gomez agudelo baute sein haus im norden von medellin in einem stil, der an ein römisch antikes haus erinnert mit dem atrium in der mitte. das machte er für seine italienische frau, die auch den platz gewählt hat.&lt;br /&gt;
ich habe es schnell gefunden, obwohl es in kolumbien keine hinweisschilder gibt, nicht einmal zur metro.&lt;br /&gt;
danach wollte ich den berg besteigen, auf dem die antennen und funktürme in die stadt hineinschauen. je höher ich kam, desto enger und steiler wurden die gassen und kleiner und ärmer die häuser. ich bekam private einblicke und geriet in verschiedene szenen: heimkehrende schulkinder, einkaufsackschleppende frauen, das haus reparierende männer. &lt;br /&gt;
ein vater spielt mit dem söhnchen und mit dem terrier fußball im käfig.&lt;br /&gt;
fast vor jedem haus ein schlafender hund.&lt;br /&gt;
üppiges grün.&lt;br /&gt;
man ist kein beobachter mehr, sondern wird einbezogen zumindest mit blicken, aber auch mit worten und gesten.&lt;br /&gt;
ich habe mir den überblick über die stadt erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220824_140341&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220824_140341.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_20220824_142730&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220824_142730.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>medellin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-25T03:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691196/">
    <title>medellin in einem</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691196/</link>
    <description>was in europa sich in vier jahreszeiten über ein jahr erstreckt, ist in kolumbien an einem tag&lt;br /&gt;
was in bogota sich über viele stadtviertel verteilt, die architektur der kolonialzeit, die villenviertel, die industriezonen oder die wohntürme, das ist in medellin alles in jeder straße.&lt;br /&gt;
und wenn kaum der schatten der häuserschluchten zur seite tritt, bricht der wald hervor und zwängt sein grün hinein und lässt es zwitschern und pfeifen von allen seiten und flattern und rauschen in braun, gelb oder blau.&lt;br /&gt;
und in einem solchen park des simon bolivar sitze ich zwischen sandlern und pensionisten, liebespaaren und halbstarken und tausche manchen blick mit ihnen und höre ihre gesänge, nachdem ich im cafe einen fruchtsaft getrunken habe inmitten der uniformierten seniorengruppe, die ich zuvor im dom gesehen habe.&lt;br /&gt;
mein bus kam statt um sieben erst um halb zwei in der nacht mit träumen, meine mutter hätte mein bett mit mir durchs zimmer gefahren, um zu prüfen, ob alles aufgeräumt sei, und heute bin ich bereits im theater gewesen und besitze zwei tickets für die metro, aber bloß stehplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220823_110712&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220823_110712.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220823_111351&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220823_111351.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220823_104048&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220823_104048.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>medellin</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-23T17:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691194/">
    <title>von bogota nach medellin</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691194/</link>
    <description>jetzt ist es klar und eindeutig:&lt;br /&gt;
die welt gehört dem wald.&lt;br /&gt;
in allen höhenlagen, die wir befuhren,&lt;br /&gt;
die unendlichen serpentinen und steilstrecken,&lt;br /&gt;
die kleinen siedlungen und holzbuden entlang der straße, wo kinder im staub spielen&lt;br /&gt;
wo frauen auf einer holzkiste sitzen und den jaulenden lastwagen nachblicken, die schwarzen qualm auspressen,&lt;br /&gt;
wo männer über offene motorhauben gebeugt stehen oder mit dem schlauch den lieferwagen waschen,&lt;br /&gt;
wo junge leute alles mögliche feilbieten zwischen den wagenschlangen, bananen, händyhalterungen, teddybären oder chipssäckchen -&lt;br /&gt;
das alles ist nur unter mühen und nur vorläufig dem wald abgerungen, der bereits, während wir uns ausbreiten im gelände, überall seine wurzeln treibt durch die luft und unter dem boden, und immer wieder eine seiner grünen, orangen oder violetten früchte hinunterwirft auf die straße, wo sie aufplatzen und wir darüberfahren und so den alles überragenden einmassieren in unsere wege, dass wir ihn mittragen überallhin, wo er noch nicht ist.&lt;br /&gt;
nur vorläufig ist uns eigenes zugestanden von dem, der viel lebendiger ist und zäher und letztenendes unerbittlich, und nur vorübergehend uns verschont bis auf weiteres&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220822_125332&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220822_125332.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220822_125341&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220822_125341.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>unterwegs</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-23T16:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691086/">
    <title>die kirche in kolumbien</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691086/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220821_105856&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220821_105856.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der sonntagsmesse war die kirche voll, und großteils von familien und jungen leuten!&lt;br /&gt;
pater jason osa sagt:&lt;br /&gt;
ja, der glaube ist stark in südamerika, er ist normal für uns, tradition, auch wenn sie nachlässt. säkularisierung gibt es auch hier. der pädophilieskandal (in usa und europa) hat auch hier auswirkungen. aber es gibt verbesserungen in der priesterausbildung und in der kontrolle. die kirche ist stark hier und hat wenig probleme.&lt;br /&gt;
vertrauen in die kirche?&lt;br /&gt;
ja. in die priester und in gott. in den familien ist der glaube sehr präsent. die kirche wird erlebt als den bedürftigen nahe: den armen, obdachlosen, kranken, prostituierten. durch caritas, asyle, heime, aber auch durch soziale programme jeder pfarre, z.b armenküchen.&lt;br /&gt;
1968 verkündete die synode von lateinamerika in medellin die option für die armen!&lt;br /&gt;
ja, immer. wir müssen zu den armen und zu den reichen gehen. die kirche vermittelt, dass gott zu jedem einzelnen eine beziehung hat, die auch persönlich erfahrbar ist. &lt;br /&gt;
spirituelle bewegungen?&lt;br /&gt;
ja, viele. z.b. lazos de amor mariano, das viele junge leute anzieht, um eine alltägliche spiritualität zu leben. auch die charismatische erneuerung ist sehr stark hier.&lt;br /&gt;
religionsunterricht?&lt;br /&gt;
nicht in allen öffentlichen schulen, je nach standort und direktion. aber von der regierung unterstützt und bezahlt.&lt;br /&gt;
sekten?&lt;br /&gt;
ja, auch hier. leute wollen eine beziehung zu gott auf neuen wegen. das ist eine ernste herausforderung in kolumbien.&lt;br /&gt;
esotherik, synkretismus?&lt;br /&gt;
ja, stark und wachsend. starkes bedürfnis nach spiritualität, das neue wege sucht. die leute achten wenig auf unterschiede.&lt;br /&gt;
indio-theologie?&lt;br /&gt;
gibt es, aber nicht sehr stark. heute neue offenheit, neues interesse für die eigene tradition der weltwahrnehmung von indio-kulturen und -religionen.&lt;br /&gt;
papst franziskus?&lt;br /&gt;
hat riesige bedeutung für uns, kam 2017, starke begegnung mit der regierung, auch für einfache leute.&lt;br /&gt;
verheiratete priester? frauenpriester?&lt;br /&gt;
nicht so wichtig in lateinamerika. viel wichtiger: die nähe der kirche zu den armen und einfachen leuten. das wäre die hier erhoffte revolution der kirche!</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-22T02:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691083/">
    <title>aureliano buendita</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691083/</link>
    <description>gleich am anfang erfahren wir vom letzten gedanken des oberst auf dem weg zum erschießungskommando, der ihn in seine kindheit zurückführt, als sein vater ihn mitnahm, um das eis kennenzulernen. damals hatte macondo, vom vater jenseits der hohen berge gegründet, erst zwanzig häuser. melquiades war der biblische name des zigeuners, der das leben von jose arcadio buendia beeinflusste, indem er ihm, wenn er jahr für jahr nach macondo kam, einen magneten, ein alchemistisches labor und einen apparat zur daguerrotypie verkaufte, mit dem arcadio die existenz gottes beweisen wollte. zuletzt hinterließ er ihm seine unleselichen geheimschriften, die arcadio wie sein testament aufbewahrte.&lt;br /&gt;
von solchen geheimnissen umgeben wuchs aureliano buendia auf am anfang der welt und wurde wie sein vater eigenwillig und undurchdringlich und schließlich ein krieger, der seinen eigenen tod mehrfach überlebte. trotz unzähliger niederlagen in einem krieg, den keiner verstand, wurde er zu einer nationalen schreckensgestalt, geleitet von einer widersinnigen voraussicht auf die entwicklungen der dinge.&lt;br /&gt;
diese geburt einer wirklichkeit aus mindestens zwei gänzlich verschiedenen logiken, als deren hintergrund sich ein land abzeichnet, an das niemand wirklich glaubt, während vorne in macondo dinge zusammentreffen, die nicht zusammengehören, könnte ein gleichnis auf kolumbien sein, als wäre es im urwald gegründte worden, als die menschen noch nicht gestorben sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(100 tage. kennt jeder in kolumbien)</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-21T19:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691079/">
    <title>el dorado</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691079/</link>
    <description>stundenlang über verstopfte straßen aus der stadt hinaus, durch hügelland unter tiefen wolken über immer schmäler werdende straßen immer höher. schließlich auf einem schotterweg bis zum letzten parkplatz auf einer abschüssigen wiese, von ponchotragenden muisca beaufsichtigt und eingewiesen. ein paar holzbuden im nebel, dort bekamen wir auf rauchigem feuer geröstete blutwurst zu essen, während es zu regnen begann. über eine kotige wegstrecke gelangten wir zum eingang des nationalparks und sammelten uns um einen führer.&lt;br /&gt;
er zeigte uns heilpflanzen gegen dummheit, vergesslichkeit und einbildung und führte uns in ein schilfhaus zur einweihung.&lt;br /&gt;
es wurde eine begegnung mit geheimnisvollen pflanzen, die aufeinander wachsen, und mit falschen und hellsichtigen gedanken, die menschen befallen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der see von guatavita sieht aus wie ein vulkankrater, mit wasser gefüllt. die einheimischen muisca erzählen von dem alten brauch, der häuptlingssohn habe dort dem sonnengott gold geopfert und sei selbst, mit goldstaub bedeckt, zur mystischen vermählung ins wasser getaucht. &lt;br /&gt;
das befeuerte europäische expeditionen, das wasser abzulassen und am grund nach schätzen zu suchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220820_143534&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220820_143534.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220820_143453&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220820_143453.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220820_143616&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220820_143616.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG-20220821-WA0001&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG-20220821-WA0001.jpg&quot; height=&quot;300&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die eigentlichen schätze sind aber natalia und francisco, die mit mir diese erkundung machten</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-21T15:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691056/">
    <title>situationen</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691056/</link>
    <description>nach ein oder zwei stunden fußweg durch die stadtlandschaft den botanischen garten erreicht.&lt;br /&gt;
baumgruppen, teiche, holzbrücklein&lt;br /&gt;
rosenbeet, umsäumt von blühenden sträuchern&lt;br /&gt;
der trompetenbaum, den ich schon am monserrat gesehen habe&lt;br /&gt;
etwas schwirrt vorbei&lt;br /&gt;
ein junger kalifornier fragt mich, was es da interessantes zu fotografieren gäbe&lt;br /&gt;
wir sind im paradies, in überfülle&lt;br /&gt;
hinter dem haus gemüsebeete mit knackigen salaten&lt;br /&gt;
wer isst das, es gibt nicht einmal eine küche?&lt;br /&gt;
dann das tropenhaus&lt;br /&gt;
zuerst die hochgebirgszone hinter der thermoschleuse&lt;br /&gt;
karge steine, kühle luft, tropfendes wasser, schmales grün&lt;br /&gt;
dann die tropenzone:&lt;br /&gt;
mangrovenstämme, farn- und moosbewachsen, rinnende bäche, blühendes von allen seiten, dazu ohrenbetäubendes vogelgeschrei, das von den seiten zurückhallt, und der weg schraubt sich in die höhe&lt;br /&gt;
und schließlich wüstenzone:&lt;br /&gt;
knarrende laute, kakteen und sanddünen, trockene luft&lt;br /&gt;
doch als ich hinaustrete und unter den freien bäumen stehe, habe ich ihn entdeckt:&lt;br /&gt;
zunächst kann ich die farbe nicht sehen, da er genau vor dem hellen licht am ast sitzt, doch ich habe ihn scharf im bild&lt;br /&gt;
und dann stürzt er sich auf die trompetenblüten,&lt;br /&gt;
und ich sehe nun im blitzschnellen schwebflug die leuchtend dunkelgrüne farbe und den langen schnabel&lt;br /&gt;
dieses leibhaftigen kolibris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das leben erwächst aus situationen&lt;br /&gt;
so wie die ganze schöpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_20220819_112910&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220819_112910.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-20T12:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691048/">
    <title>stadtwege</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691048/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220819_092432&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220819_092432.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weite flächen mitten in der stadt, von einem kanal durchzogen&lt;br /&gt;
entlang breiter industriestraßen mit radwegen, auf denen rennräder, escooter, mopeds und hundeführer unterwegs sind&lt;br /&gt;
nur sonnenseiten&lt;br /&gt;
lange fußgängerrampen und brücken über die schnellstraßen&lt;br /&gt;
dann eine nachbarschaft mit friseuer, zuckerbäcker, handyverkäufer, cafe, eisenvergitterten vorgärten, in denen ein pkw steht, eine frau auf einem plastikstuhl an der hausecke vor dem offenen laden, keine kinder</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-19T15:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691047/">
    <title>neues zu botero</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691047/</link>
    <description>im botero-museum fand ich neue bilder, an denen meine alte interpretation überprüft werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220818_152111&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_152111.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220818_152354&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_152354.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220818_152604&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_152604.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220818_153314&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_153314.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220818_140814&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_140814.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-19T08:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691046/">
    <title>überblick</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691046/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220818_103557&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_103557.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; alt=&quot;IMG_20220818_103828&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220818_103828.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer fährt mit der seilbahn auf einen dreitausender, wenn es einen fußweg gibt?&lt;br /&gt;
da siehst du:&lt;br /&gt;
dutzende von ernsthaft uniformierte polizisten, ranger, motorradpolizisten, locker über den ganzen weg verteilt, stets mit einem händy beschâftigt, die polizistinnen fröhlich flirtend mit den wanderern;&lt;br /&gt;
immer wieder einen alten mann in sportkleidung, der über die stufen aufwärts lâuft und mich überholt;&lt;br /&gt;
gruppen von teenagern mit roten gesichtern, die alle paar meter stehenbleiben und sich laut unterhalten;&lt;br /&gt;
dann und wann ein übergewichtiger mann oder eine schnaufende frau, mit rotem kopf ans mäuerchen gelehnt, die vielleicht eine wette verloren haben und jetzt da hinaufmüssen;&lt;br /&gt;
ein blinder mann mit dröhnend lauter seemannsstimme, der gesänge zu lauter kolumbianischer musik ins tal schmettert, von jugendlichen umgeben, die vielleicht seine enkel sind und mir lächelnde blicke zuwerfen, und dabei fortwährend mit dem stock am steinigen weg entlangstochert;&lt;br /&gt;
einen muskelbepackten kahlköpfigen mann, der bei jeden schritt in die hocke geht und mit einem froschsprung über die nächste stufe hinaufhüpft, während seine freundin fröhlich hinterhergeht;&lt;br /&gt;
derselbe oder ein anderer, abwärts auf einem bein hüpfend;&lt;br /&gt;
kinder, die mir flehendliche blicke zuwerfen, während sie ihren eltern hinterherhecheln;&lt;br /&gt;
eine dame, die ihr hündchen, in eine decke eingepackt, am arm trägt;&lt;br /&gt;
ein junges paar, das sich in deutscher sprache über einen abwesenden mokiert;&lt;br /&gt;
an jeder kurve eine junge frau, die mir freundlich einen guten tag wünscht</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-19T07:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691017/">
    <title>erster tag</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022691017/</link>
    <description>der böige wind bläst mir staub ins gesicht, ich blinzle.&lt;br /&gt;
in den windpausen sticht die sonne.&lt;br /&gt;
das licht ist sehr klar, beinahe hätte ich gesagt: nordisch.&lt;br /&gt;
aber wir sind nahe des äquator.&lt;br /&gt;
das stadtleben ist geschäftig, aber nicht eilig. bogota ist eine südliche stadt in gelassenheit. palmen, pinien, die im wind schaukeln, wohnblocks, autohäuser, weiter drinnen einfamilienhäuser, reihenhäuser, diese straßen sind abgesperrt. draußen ziegelatchitektur, freundlich und offen.&lt;br /&gt;
mir fällt auf: alle tragen lange hosen, selten ein rock zu sehen,&lt;br /&gt;
fast alle mit gesichtsmasken im freien, nur taxifahrer nicht, wohl wegen der schwarzen dieselwolken, die aus uralten lasteagen qualmen.&lt;br /&gt;
keine katzen&lt;br /&gt;
keine hunde (fast)&lt;br /&gt;
kaum vögel, erst in candelaria einige tauben&lt;br /&gt;
der ton in den gassen freundlich, selten erregt, erst am späteren abend einige übermütige burschen auf fahrrädern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220817_180308&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220817_180308.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220817_181028&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220817_181028.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;299&quot; alt=&quot;IMG_20220817_182515&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220817_182515.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; alt=&quot;IMG_20220817_182607&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/IMG_20220817_182607.jpg&quot; height=&quot;299&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    <dc:subject>bogota</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-18T02:08:00Z</dc:date>
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    <title>Botero und die Subversion (als Horizont der überfälligen Kirchenerneuerung)</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/1022690954/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;282&quot; alt=&quot;imager-php&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/imager-php.jpeg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;338&quot; alt=&quot;OIP-l37vLASimty2Qo2ZIFIZMQHaIx&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/OIP-l37vLASimty2Qo2ZIFIZMQHaIx.jpeg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;314&quot; alt=&quot;43ef8a665b83801cadbde433b70d0a6d&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/43ef8a665b83801cadbde433b70d0a6d.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;315&quot; alt=&quot;H10907-L78379575&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/H10907-L78379575.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;303&quot; alt=&quot;e3675384ec30c9f3c4826c00b642d4ed&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/e3675384ec30c9f3c4826c00b642d4ed.jpg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;303&quot; alt=&quot;R-646e8a178507f3ba2e4e813dba8ef637&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;https://static.twoday.net/weichensteller1/images/R-646e8a178507f3ba2e4e813dba8ef637.jpeg&quot; height=&quot;400&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Jahren hab ich diesen Maler in Wien kennengelernt.&lt;br /&gt;
Bald werde ich ihm in seiner Heimat begegnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a.&lt;br /&gt;
Jawohl, dieser lateinamerikanische Maler, entschiedener Diener des Gegenständlichen und Konkreten, kann uns Subversion lehren. Auch, wenn viele in ihm den Verehrer der Fülle sehen wollen, der im Überfluss der Formen schwelgt – so glaube ich ihnen nicht. Die feisten Figuren, der schielende Priester mit dem Melonenschirmchen über der gleichfarbigen und gleichförmigen Melone, über eine grünschimmernde Wiese schwebend, die pralle Ballerina, die Kartenspieler mit der nackten Spielerin, der Bi-schof mit den hängenden Schultern und dem Rosenkranz in den Patschhändchen, die stumm ins Leere blickenden Toreros in Festkleidung vor den Stierungetümen: Sie alle erscheinen nicht als Individuen, sondern als Repräsentanten einer Spezies, als selbst-zufriedene Vertreter einer Gattung, die jeweils mit ihnen in ihrer ganzen Lächerlichkeit erscheint, typologisch in der Rundlichkeit der Figuren, starr in der Repräsentation - so wie auf den Schwarzweißfotos des 19. Jahrhunderts Offiziere oder Bürgerfamilien po-siert hatten. Also nicht Individuum, sondern Gattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.&lt;br /&gt;
Die außerordentliche Rundlichkeit ist eine überhöhte Körperlichkeit. Geistige Situatio-nen wie die Szene im Priesterseminar oder der Sündenfall, Familienszenen oder Maria mit dem Kinde, werden sosehr vom Körperlichen umlagert, dass das Geistige ver-schwindet. Das ist der erste Schritt der Subversion bei Botero: Der Auszug des Geistes aus der Materie. Deshalb blicken die Figuren so schemenhaft ins Leere, deshalb schielt der Geistliche, deshalb liegt in Adams Blick weder diebische Lust noch Schuldbewusst-sein. Das Feiste der Figuren ist die Abwesenheit des Geistes: da bleiben nur die Fleischberge, am deutlichsten vielleicht bei den Katzen, denen nicht einmal Boshaf-tigkeit zuzutrauen ist. Mario Vargas Llosa lobt die katholische Üppigkeit Lateinamerikas gegenüber dem dürren protestantischen lebensverneinenden Körperideal des Wes-tens. Aber er hat den Figuren zuwenig in die Augen geschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.&lt;br /&gt;
Der nächste Schritt in die Subversion ist auch die Unwirklichkeit der Materie selbst. Wie kann eine so voluminöse Ballerina auf der Zehenspitze balancieren? Und damit man nicht in Versuchung kommen möge, diese Darstellung für surrealistisch oder iro-nisch zu halten: Ihrem Blick sieht man keinerlei Anstrengung an, nicht einmal den Stolz auf die Leistung. Nein, so wie der Geist sich zurückgezogen hat, so ist auch die Materie ihrer selbst entleert. Die Volumina haben kein Gewicht. Weder die Ballerina noch der Stierkämpfer, den der Stier über seine Hörner wirbelt, noch der tote Stier selbst, der durch die Arena geschleift wird, noch  der Apfel in der Hand, noch die Leichen und die abgetrennten Gliedmaßen am Boden noch die monströsen Katzen, die im Arm gehalten werden, noch die Vorgänge im Bordell, die sich unterm Blick des Betrachters ins Raum-lose zurückziehen. So viel Haut und nacktes Fleisch, aber keinerlei Eros. Damen bei der Toilette, Männer als Transvestiten, die nackte Frau in der bürgerlichen Herrenrunde, die spielenden Kinder neben der Dirne und ihrem Freier: Das, was neugierig macht, ist das Fehlende, das nicht Dargestellte, und nicht die Nacktheit selbst. Der geistlose Kör-per ist auch kein wirklicher Körper. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
d.&lt;br /&gt;
Eine weitere subtile Dimension liegt in den szenischen Darstellungen. Der tote Stier, von den vorgeblichen Siegern durch die Arena geschleift, grinst und rollt sich wie ein Schoßhündchen ein. Die geraubte Prinzessin Europa thront auf dem fast gleichfarbi-gen Stier, dem der göttliche Triumph nicht anzusehen ist, eher wirkt er erschöpft oder gar resigniert auf halbem Entführungsweg, während die Entführte den verwandelten Göttervater an den Hörnern packt und wie ein Hutschpferd behandelt. Das Familiäre der Bordellszenen muss genannt werden, obwohl nichts auch nur annähernd Intimes auszumachen ist, wenn volle und leere Teller herumstehen, zwei Paare und einige Kinder sich um das Bett gruppieren, und kaum ein Kontakt zwischen Personen statt-findet: weder Beziehung noch Gewalt, weder Interesse noch Handlung, ja die am Bo-den verstreuten Zigaretten erscheinen am Ende noch redseliger als die Personen selbst. &lt;br /&gt;
Dieses steif Herumstehen, das sich ebenso auf den Stierkampfbildern (von denen man doch Grazilität und Behendigkeit erwartet!) findet wie bei posierenden Personen oder bei Familienposen, scheint überall von den Stillleben entnommen zu sein, deren Prä-sentation im vierten Schauraum des BA-Kunstforums wie eine Herzkammer angelegt ist. Dort werden ergraute Ananas-Stücke und in ihre eigene Schale gewickelte Orangen von Wespen umschwirrt, weiße Röslein von einer bauchigen Vase mehr verschlungen als präsentiert; ein knallgrüner Bananenberg auf einem Tischchen inmitten üppiger knallgrüner Bananenstauden dargeboten, sodass der Schauplatz der Szenerie ver-schwindet, als würde das biedere Tischchen im Urwald oder der Urwald in dem Salon fehl am Platz sein; die Picknickdecke, bauchig gefaltet, gibt einen Obstkorb, Früchte auf Tellern und mehrere, mit farbigen Flüssigkeiten halb gefüllte Gläser zu sehen. An einer Tuchecke liegt ein Mann mit geschlossenen Augen, gegenüber halten fleischige Frau-enhände tatkräftig ein weiteres halbvolles Glas sowie eine Zigarette. Aktiv ist die (un-sichtbare) Frau, passiv der Mann, der schläft oder vielleicht tot ist, am Ende vergiftet durch einen der farbigen Säfte. Und wieder kommt der Schauplatz abhanden, denn das Tuch schwebt über der Wiese, ohne sie zu berühren, und erst recht die beiden Figuren, die sich auf das Picknicktuch beziehen, und nicht auf den Hintergrund und Untergrund. Der Inbegriff dieser prangenden Fruchtkörper ist die Birne, die den Schauraum beherrscht. Kollosal prangt die Frucht dort, als würde sie gleich platzen, ihre eigenen Grenzen wie auch den Bildrahmen. Diese unförmigste aller Früchte hat dort, wo der Stengel herausragt, ein ebenso nichtssagendes Gesicht wie die Figuren. Die sackartige Form könnte geradezu umkippen und ihren Inhalt ergießen. Die Ober-fläche beginnt sich bereits aufzulösen, ein Wurmloch, eine Bissstelle und dann ein Würmchen, das vor der völligen Auflösung den Nährboden verlässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
e.&lt;br /&gt;
Die monströse Frucht korrespondiert mit dem Äpfelchen, das ungeheuer beiläufig von Adam und Eva in der Hand gehalten wird. Diese Bildhängung lenkt den Blick auf die Frage, ob diese geistlose und entkörperlichte Präsenz als schuldhaft aufzufassen sei. Das Unbeteiligte im Ausdruck der Stiertöter oder der Geistlichen, des Präsidentenehe-paares oder der Witwe, deren Kinder rund um sie hantieren, ohne dass sie den Über-blick zu haben scheint. Wie kann man so unbehelligt von der Welt verantwortlich sein? So teilnahmslos repräsentieren? Wie ein tumber Schulbub steht Adam da, mit dem Apfel in der Hand. Das ganze Menschengeschlecht hängt an seiner Sünde, und er blickt leer vor sich hin. Ist er ertappt worden und erschrocken? Ist Eva im Bilde über ihre Tat? Ob sie es wissen oder nicht: Es ist ihnen nicht anzumerken. Jede geistige Präsenz ist aus ihrem Antlitz geschwunden, und die körperliche nur mehr ein leeres Prangen. Ja, das ist die Form, die die Schuld angenommen hat. Der leere, nichtssagende Rückzug auf sich selbst, die körperliche Masse. Boteros Figuren sind Wesen, die die Welt verlas-sen haben. Schuldhaft dem Geist entsagt, und selbstgewiss und feist im Körper ver-blieben, der übrig ist. Das allein gibt ein hervorragendes Bild des Menschen im Kos-mos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.&lt;br /&gt;
Adam und Eva stehen auf steinigem Boden. So war das Paradies? Die fleischige Balleri-na berührt den Boden nur mit der Zehenspitze, die Badende nur mit dem Schuhab-satz, Europa gar nicht, denn sie sitzt auf dem Stier, der durchs Wasser trabt. Der Prä-sident und seine Gattin sitzen auf Pferden, deren Säulenbeine kaum am Boden stehen, auch die Stierkämpfer sind meist zu Pferde, oder es liegt einer ganz unbehelligt un-term Stier, ein anderer liegt wie schlafend auf dem Bocksprünge machenden Unge-heuer. Was hat es mit diesem Boden auf sich?&lt;br /&gt;
Das „Erdbeben“ ist ein Tanz schlanker Gebäude zum Glockengeläut, wie Konfetti reg-nen Dachziegel herab, die keinem Dach fehlen, bunt und hell ist die Stadt, aber ein Sternenhimmel umspannt sie. Das ist eine Kosmologie ohne Boden, ohne Oben und Unten, vielleicht schweben die Trümmer, bunter als die Dächer, von denen sie nicht stammen können, vielleicht gibt es gar keine Ordnung mehr. Eine einzige Figur im Bild, aus dem Turmfenster blickend, händeringend, zum Himmel gewandt: Von dort kommt das Schreckliche, dass kein Boden ist, und kein Grund unter den Füßen. &lt;br /&gt;
Die Früchte prangen auf Tischen, aber wo stehen diese? Im Nichts. Entweder öffnet sich die Tiefe des Universums dahinter, oder eine weit entfernte Wiese fungiert als Hintergrundkulisse, auf der die Figuren Schatten werfen. Der Priester, der Nuntius: sie scheinen sich mehr mit dem Himmel zu beschäftigen als mit dem Grund, auf dem sie stehen: schützen müssen sie sich. Ein bodenloses Universum zeichnet Botero, einen Kosmos, wo die Dinge aus dem Lot sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
g.&lt;br /&gt;
Warum das alles subversiv sein soll? Nun, es ist die Intelligenz der Darstellung. Es ist das Spiel mit den Bedeutungen, es sind die Fallen, in die der Betrachter tappt, es sind die Winkelzüge, die ihn verführen. Dazu gehört natürlich auch die kluge Bildhängung, die dem Eintretenden gleich das Hinterteil der Dame am Waschtisch entgegenhält. Bo-teros Körper sind abstoßend in ihrer Seelenlosigkeit. Und doch fasziniert ihre Selbst-gewissheit, ihr Blick ohne die Spur eines Selbstzweifels. Das alles umfängt den Betrach-ter. Zwischen Befremdung und Neugier pendelnd, droht er mitschuldig zu werden an der Geistlosigkeit der prangenden Körper, und vielleicht gelingt es manchem, über das Feiste hinwegzusehen und die Gestalten zu mögen. Aber es wird schwer sein, sich nicht die eigene leere Äußerlichkeit einzugestehen, die einem in den Bildern entgegentritt; sich nicht in der Europa zu finden, die an der Verführung Gefallen zu finden scheint, ohne zu begreifen, was mit ihr vorgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h.&lt;br /&gt;
Die wahre Probe aufs Verstehen sind aber die Christus-Bilder. Dazu ist zu sagen, dass diese Darstellungen sehr unterschiedlich sind. Ecce Homo aus 1967 zeigt eine rundli-che Figur mit (wie so oft bei Botero) dem Betrachter zugewandten riesigen Knien und Schienbeinen, die in winzige Füßchen münden. Ähnlich endet der breite, füllige Ober-körper in kleinen Kinderhänden, die Spotttrophäen halten. Sie sitzt auf einem würfel-artigen Thron, in ein Tuch gewickelt wie in einen Bademantel. Aber nun der Blick. Die-ser Christus blickt nicht geistlos wie der Torero oder wie Adam. Der Blick ist etwas ab-wärts gerichtet, er schaut vor sich hin, betrübt und wissend. Er ist sich seiner Lächer-lichkeit bewusst. Wenn man mir vorwerfen will, ich würde diese Darstellung von vorn-herein anders beurteilen als die übrigen, dann soll man noch einmal den anderen Fi-guren ins Gesicht sehen. Kann es sein, dass die Ballerina etwas weiß? Oder Adam und Eva? Falls ihnen dämmert, wer sie sind, so zeigen sie es nicht, sondern schließen jedes Bewusstsein in sich ein.  Also verschlossen und in sich gekehrt. Dieser Christus aber weiß um die Lächerlichkeit seiner Situation und seines Körpers, in den er hineingera-ten ist. Ich habe noch nie so deutlich gesehen, wie Christus der Sackgasse des Mensch-lichen inne wird, wie er in diesem Körper festsitzt, in den er hineingeraten ist, und der, nach Boteros Diktion, der Körper der Menschen überhaupt ist.  Dagegen steht der Christus aus dem Jahr 1999. Der Kopf im Profil, der Blick aufwärts, der Mund geöffnet. Der einzige geöffnete Mund auf den hier ausgestellten Bildern! Der einzige nach oben gerichtete Blick! Und es ist kein Blick ins Leere, keine Abwesenheit. Nein, dieser massi-ge Leidende hat Gott erblickt. Seine Augen leuchten auf. Er schöpft Hoffnung. Er ver-steht. –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzigung(2000) zeigt Christus wieder anders. In stämmiger Breite, nicht mehr weich und hilflos. Er hängt nicht am Kreuz, er steht darauf, auf eigenen Beinen und aus eigenem Entschluss. Die Kartenspieler, der Freier bei Marta Pintuco oder die Tän-zer mögen entschlossen sein, aber dieser Christus ruht in sich. Er lehnt sich ans Kreuz. Die Mundwinkel zeigen nach unten wie überall bei Botero, aber die geschlossenen Au-gen sind friedlich, beinahe nachdenklich. Dieser Christus weiß, was er tut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
i.&lt;br /&gt;
Kann man nun die Geistlichen messen mit diesem Christus?&lt;br /&gt;
Keineswegs. Leere Blicke, wehleidig (Bischof, 1989), ahnungslos (Spaziergang, 1977; Priesterseminar, 2004), planlos allesamt. Da ist auch kein Selbstbewusstsein auszu-machen: geistlos wie die anderen Figuren bei Botero. Mag sein, dass sie brav sind und gutmütig, vielleicht nützlich, wahrscheinlich fromm. Die meisten halten Frömmig-keitsutensilien in den Händen, Rosenkränze, Bibeln. Mehr noch als die übrigen Figuren sind sie vorhersehbar.  Und damit stellen sie am wenigsten von allen Bildern Boteros Karikaturen dar. Denn  diese Figuren sind beängstigend real. Stierkämpfer, Tänzer, Bordellbesucher oder Kartenspieler mögen dumpf sein. Aber bei Geistlichen ist das inakzeptabel. Und dieses Dilemma liegt gewiss im traurigen Blick des Ecce Homo. Und ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Die Tränen der Nuestra Senora de Colum-bia (1992) gelten diesen Folgen des Christusgeschehens. Die Madonna im Festgewand und das Kind im Spielgewand blicken auf die kommende Welt, nicht nur auf Leiden und Kreuz, auch auf unsere Zeit hin. Beide stecken im unförmigen Menschenleib, der Sohn hat ihn von der Mutter. Beide sehen der Erlösung dieses Menschenleibes entge-gen, und die grüne Kirsche, die die Mutter als Paradiesfrucht wie eine giftige Beere mit spitzen Fingern hält, ist vielleicht die Zukunft – womöglich die heutige Welt und diese heutige Kirche, so massig und schlaff und harmlos, so ahnungslos inmitten der stum-men Vorgänge. Adam war stumpf gegen die Folgen, die Madonna und ihr Sohn aber könnten Zweifel bekommen, ob es dafürsteht.</description>
    <dc:creator>weichensteller</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2022 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2022-08-14T08:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://weichensteller1.twoday.net/stories/219046371/">
    <title>Interview zu Sara</title>
    <link>http://weichensteller1.twoday.net/stories/219046371/</link>
    <description>Biographisch:&lt;br /&gt;
Wann wurde das Thema Religion für Sie ein zentrales Thema in Ihrem Leben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion war immer wichtig, soweit ich mich zurückerinnern kann. Aber nicht zentral. In meiner Familie gab es Respekt vor der Religion, vor dem Glauben, vor Gott. Zentral wurde das Thema Religion, als ich mich entschloss, Priester zu werden. Da war ich 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War Religion/Kirche in Ihrer Kindheit/Jugend im Elternhaus/Schule von Bedeutung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gymnasium hatte ich einen Religionslehrer, der auch Priester war. Zu ihm entwickelte ich, besonders nach der Schule, eine freundschaftliche Beziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Libretto für ein Stück mit religiösem Schwerpunkt in der heutigen Zeit, für eine Kirchenoper zu schreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verfolge die Kirchenopern in Ossiach schon längere Zeit. Einerseits bin ich Festivals gegenüber eher skeptisch, weil ich sie einer bürgerlichen Selbstreproduktion verdächtige. Andererseits bin ich viel stärker der abstrakteren Instrumentalmusik verschrieben. Ich dachte aber, wenn es schon diese interessante Form von zeitgenössischem Musiktheater gibt, und dann noch in kirchlichem Kontext, dann muss das genau verfolgt werden. Und dann war ich jedesmal enttäuscht. Nicht von der Musik. Moderne Musik kann große Qualitäten und Erfahrungsräume öffnen, die kirchlicher Verkündigung sehr elementar entgegenkommen. Ich habe diesbezüglich wunderbare Erfahrungen gemacht mit Kompositionsaufträgen, die ich über elf Jahre hinweg regelmäßig vergeben habe. Eigentlich schon länger. Sondern ich war enttäuscht von den biederen und langweiligen Themen. Offensichtlich dachten diese Künstler, Projekte für die Kirche müssten brav und harmlos sein. Und deshalb wollte ich etwas anderes machen. Einerseits mit einem sprachlichen Anspruch. Und andererseits mit einem reflexiven Thema, das hintergründig nicht eine Geschichte vorführt, sondern umgekehrt die Beteiligten selbst!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sind Ihre Vorbilder bezüglich Ihrer Arbeit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts. Vielleicht Hugo von Hoffmansthal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind Ihre Ziele und Visionen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hätte ich gesagt: Die Bibel als ein weises Buch des Lebens darzustellen. Und den christlichen Glauben als ein Durchqueren jeglicher Fraglichkeit. Seit der Aufführung sage ich: Den Menschen in seinem Ringen um Rechtfertigung zu zeigen. Das habe ich an der Reaktion von Beteiligten erkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie ein Lebensmotto?&lt;br /&gt;
Initiative anstatt Resignation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden Sie sich als religiös bezeichnen? &lt;br /&gt;
Natürlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werk: &lt;br /&gt;
Welchen Stellenwert hat Kirchenoper in Ihrem Werk?&lt;br /&gt;
Nicht den obersten. Es gibt auch andere Kunstformen in meinem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist für Sie die Definition von Kirchenoper?&lt;br /&gt;
Die Verbindung von Musik und szenischer Literatur, zu einem in irgendeinem Sinn religiösem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Komponisten haben Ihrer Meinung nach am meisten für das Genre Kirchenoper geschrieben?&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich Olivier Messiaen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennen Sie andere Librettisten, die ein ähnliches Interesse verfolgen wie Sie?&lt;br /&gt;
Nein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was interessiert Sie daran, Kirchenoper aufzuführen?&lt;br /&gt;
Dieses Genre hat eine sehr schillernde Präsenz. Und es vermag, in der Form einer erzählten Geschichte auch heute noch starke Fragen im Kirchenraum zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist Ihre Herangehensweise bei der Kreation einer Kirchenoper, bez. bei Ihrer Arbeit generell?&lt;br /&gt;
Nun, ich achte einfach darauf, was mich selbst anspricht. Ich habe das bei ignazianischen Exerzitien gelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an ein bestimmtes Publikum, wenn Sie einen Stoff auswählen?&lt;br /&gt;
Bei meiner Sonntagsgemeinde kann ich das. Beim Carinthischen Sommer weiß ich nur: sehr bürgerlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Quellen suchen Sie auf, um einen geeigneten Stoff für eine Kirchenoper zu finden?&lt;br /&gt;
Die besten „Stories“ sind in der Bibel. Besonders die augenscheinlichen Nebenfiguren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wie fern ist der Aufführungsort bei der Konzeption mitbestimmend?&lt;br /&gt;
In diesem Fall hat der Ort (und das Budget) das Figurenensemble beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wie fern hängt die Architektur einer Kirche mit der Kirchenoper zusammen?&lt;br /&gt;
Barockkirchen sind zwar seit der Barockzeit beliebte Aufführungsorte, aber sie engen durch ihre starke Definitionsmacht doch den Raum sehr ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was möchten Sie mit der Kirchenoper für eine Wirkung erzielen?&lt;br /&gt;
Betroffenheit und Nachdenklichkeit. Und Freude an der Präsenz des Schönen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denke Sie, dass Librettisten sich an anderen Schreibtechniken orientieren, um eine Kirchenoper zu schreiben oder ein spirituelles Thema zu bearbeiten, wie zu einem nicht sakralen Thema?&lt;br /&gt;
Ich hoffe, dass nicht das der Grund ist für ihre Harmlosigkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie denken Sie hat sich der zweite Weltkrieg auf die religiöse Musik, bez die Kirche ausgewirkt?&lt;br /&gt;
Danach gab es ein starkes Bedürfnis nach einer Rückkehr zu einer heilen Ordnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt es erkennbare Tendenzen wie sich die Kirchenwelt nach 1945 verändert hat?&lt;br /&gt;
Katholizismus und Protestantismus bildeten tragende und umfassende Milieus und gaben starke Identität durch Zugehörigkeit. Nach etwa zwei Jahrzehnten erschöpfte sich jedoch dieses Zuordnungsbedürfnis, und die Modernisierung begann, ein Massenphänomen zu werden, was sie vor dem Ersten Weltkrieg nur in den Städten und Bildungsschichten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Persönlich denke ich, dass Kirchenoper in der Zeitgenössischen Musik wenig geschätzt wird, teilen Sie diese Meinung?&lt;br /&gt;
Das hinge von den Themen ab. Die Presse ist natürlich religiösen Formen gegenüber sehr reserviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss man religiös sein um Kirchenoper zu schätzen, zu schreiben?&lt;br /&gt;
Als Autor bestimmt, als Besucher bestimmt nicht. Überhaupt, was heißt: religiös sein? Nach meinem Verständnis heißt das: große Fragen stellen, ohne sich schnell abspeisen zu lassen. In diesem Verständnis sind wohl viele Kunstinteressierte religiös. Nach der Aufführung haben sich übrigens der Komponist und der Regisseur als Nichtreligiös geoutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden Sie auch Kirchenopern mit Themen aus anderen Religionen, z.B. Judentum oder Islam schreiben wollen?&lt;br /&gt;
Bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellung der Kirchenoper allgemein? &lt;br /&gt;
Was glauben Sie, sind die Gründe, dass die Religion aus der Oper, die neue Musik aus der Kirche gegangen sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner Kirche ist die neue Musik immer drin. Aber man muss auch sagen, dass die neue Musik kaum irgendwo sicher drin ist, nicht einmal in den Konzertsälen und Radioprogrammen. Die Kirche kann die prekäre Präsenz der neuen Musik auch nicht wiederherstellen, obwohl ich mich darum bemühe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hat sich unsere Gesellschaft bez. Religion und Kirche verändert?&lt;br /&gt;
Ein starkes Misstrauen gegenüber Institutionen, die zunächst als Einschränkung der freien Selbstentfaltung verstanden werden, treibt den Menschen in andere Erfahrungswelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Könnte zeitgenössische Kirchenoper Menschen wieder mehr in Kirchen bringen?&lt;br /&gt;
Ich denke, das hängt von individuellen Erfahrungen ab. Da geht es um Vertrauen in bestimmte Personen und um Glaubensentscheidungen. Aber für die öffentliche Präsenz der Kirche und für die kritische Meinungsbildung der „Insider“ kann sie hilfreich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische Musik ist für viele Leute schwer verständlich, ist die Kombination mit religiösen Themen eine Verdopplung dieses Problems, oder kann dies ein neuer Weg sein, beide diese Gebiete dem Publikum näher zu bringen?&lt;br /&gt;
Weder die Musik noch die religiösen Themen müssen schwer verständlich sein. Was Musik und Religion gemeinsam wollen, ist die Transformation der banalen Alltagserfahrung in einen übergeordneten Kontext. Also die Verwandlung. Also die Zuordnung in einen Heilszusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist Religion bei heutigen Komponisten kein Thema mehr, oder kaum, dennoch ist das Thema Spiritualität zur zeit sehr präsent?&lt;br /&gt;
Ich kann diese Einschätzung nicht bestätigen. Nahezu alle Musiker, die ich um Mitwirkung gefragt habe, sagten sofort begeistert zu. Der Auftrag, in und für die Kirche zu arbeiten, spornt sie zu ihren besten Werken an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werfen wir einen Blick auf andere Komponisten, welche haben Ihrer Meinung nach besonders zur Weiterentwicklung des Genres Kirchenoper beigetragen?&lt;br /&gt;
Ich habe Messiaen bereits genannt. Ich möchte aber auch Künstler wie John Cage oder Jimi Hendrix nennen, die zwar keine Kirchenoper, aber wohl Bewegung, auch Szenische, in die Musik gebracht haben. Nach meiner Meinung lebt „Kirchenoper“ von der Konsistenz eines Themas oder einer Geschichte, sowie von dem Ereignishaften und Überraschenden seiner Präsentation, die nicht nur auf der Kirchenbühne. sondern in der Wahrnehmung der Besucher stattfindet, wenn sie mit neuen Fragen heimgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptunterschiede einer ‚normalen’ Oper, z.B. Samson et Dalila von Saint-Saens, die auf einem biblischen Stoff beruht und einer Kirchenoper?&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich der Aufführungsort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchenoper im/als Musikbetrieb &lt;br /&gt;
Ist es leicht, von dem Beruf als Librettist zu leben?&lt;br /&gt;
Das kann ich nicht sagen. Ich bekomme ein Gehalt als Pfarrer und Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat die Kirche Sie und Ihre Arbeit in irgendeiner Weise mitfinanziert und für Ihre Arbeit Interesse gezeigt?&lt;br /&gt;
Geld nein, Interesse viel. Immerhin war Bischof Schwarz bei der Premiere und hat mich zu weiteren Texten ermutigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist das typische Publikum für eine Kirchenoper/ für Ihre Texte?&lt;br /&gt;
Bürgerliche Kunstinteressierte, die sich ein solches Ereignis leisten können und wollen. Meine Texte? Leser, die sich nicht scheuen, sich hinterfragen zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie waren die Auslastungen für die Kirchenoper?&lt;br /&gt;
Jede Aufführung ausverkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Werbestrategien verfolgen Sie für Ihre Arbeit?&lt;br /&gt;
Presseaussendungen, besonders an die kirchlichen Medien. Aber der C.S. hat eigene Werbestrategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braucht es spezielle Musiker, Sänger, Regisseure für Kirchenoper?&lt;br /&gt;
Ich bevorzuge die Radikaleren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sehen Sie die Zukunft von dem Carinischen Sommer?&lt;br /&gt;
Ich denke, er hat sich übernommen. Er ist stark auf den Intendanten zugeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion von ‚Sara und ihre Männer’&lt;br /&gt;
War ‚Sara und ihre Männer’ ein Auftragswerk des Carintischen Sommers?&lt;br /&gt;
Wenn, dann ging der Auftrag von mir aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange im Voraus wussten Sie von der Produktion?&lt;br /&gt;
2003 schrieb ich den Text. Die Jahre danach brauchten wir, um vom Intendanten wahrgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist Ihr Arbeitsprozess?&lt;br /&gt;
In zwei Wochen war der Text fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange im Voraus haben Sie sich im Vorfeld mit dem Komponisten oder dem Regieteam getroffen, bez. gemeinsam über das Stück und die geplante Umsetzung gesprochen?&lt;br /&gt;
Ich habe den Komponisten gefragt, ob er bereit wäre, einen Text zu vertonen. Ich wusste, dass Bruno immer wieder Textfragmente für seine Kompositionen verwendet. Als Bruno den Text hatte, haben wir uns immer wieder getroffen und darüber gesprochen. Mit dem Regisseur und dem Bühnenbildner trafen wir zwei Jahre vor der Aufführung zusammen. Eine Woche lang gingen wir gemeinsam den Text durch. Da wurde auch über die Musiker und DarstellerInnen gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finden Sie es hilfreich, mit einem Komponisten zusammen zuarbeiten?&lt;br /&gt;
Anders ist wohl eine Kirchenoper kaum möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie empfanden Sie die Probenarbeit dieser Produktion?&lt;br /&gt;
Spannend, wenn aus imaginierten Figuren plötzlich Menschen aus Fleisch und Blut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie würden Sie den Schwierigkeitsgrad der  Musik einstufen?&lt;br /&gt;
Sehr schwierig. Grenzwertig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es etwas, was für Sie in der Produktion ungünstig war?&lt;br /&gt;
Nein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern waren Sie an der Auswahl der Besetzung beteiligt?&lt;br /&gt;
Wir haben über den jeweiligen Typus der Figuren gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was würden Sie sagen, haben Sie durch die Arbeit an und mit ‚Sara’ für Ihre Arbeit neu dazugelernt?&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden Sie gerne wieder ein solches Projekt starten?&lt;br /&gt;
Bin schon dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit!&lt;br /&gt;
Susannah Haberfeld</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2012 weichensteller</dc:rights>
    <dc:date>2012-12-02T18:15:00Z</dc:date>
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